Liberal-Demokratische Partei (Basel)

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Liberal-Demokratische Partei (Basel)
Gründungsdatum: 1905
Gründungsort: Basel
Ideologie: Liberalismus
Präsidium: Patricia von Falkenstein
Wähleranteil: 13,78 %
(Stand: Grossratswahlen vom 23. Oktober 2016)
Nationalrat: 1 Sitz
Fraktion (BV): FDP-Liberale Fraktion
Kantonale Parlamente: 15 Sitze
Kantonale Regierungen: 1 Sitz
Parteigliederung: 3 Quartiervereine
Gruppierungen: Jungliberale Basel-Stadt Liberal-Demokratische Partei Riehen Bettingen
Hausanschrift: Elisabethenanlage 25
4019 Basel
Website: www.ldp.ch

Die Liberal-Demokratische Partei (LDP) ist eine liberale Partei aus dem Kanton Basel-Stadt.

Ihre Präsidentin ist seit 2013 die Basler Grossrätin Patricia von Falkenstein.

Parteigeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Partei wurde auf Initiative von Regierungs- und Nationalrat Paul Speiser 1905 gegründet.[1] 1957 schloss sich die Bürger- und Gewerbepartei, die sich 1911 vom Freisinn abgespalten hatte, der Partei an, die ab dann Liberal-demokratische Bürgerpartei hiess.[2] Seit der Statutenrevision von 1978 trägt die Partei ihren heutigen Namen.

Die LDP gehörte bis 2008 der Liberalen Partei der Schweiz (LPS) an. Seit der Fusion von LPS und FDP auf Bundesebene (2009) ist sie Mitglied der FDP.Die Liberalen Schweiz. Auf kantonaler Ebene ist sie jedoch unabhängig von der ebenfalls zur FDP.Die Liberalen Schweiz gehörenden Basler FDP.Die Liberalen (FDP Basel-Stadt).

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die LDP gliedert sich in Anlehnung an die drei Wahlkreise des Kantons Basel-Stadt in Quartiervereine für die Bezirke Grossbasel-Ost, Grossbasel-West und Kleinbasel mit jeweils eigenen Vorständen. Zudem gibt es einen Verein für die Einwohner der Gemeinden Riehen und Bettingen, die LDP Riehen Bettingen.

Politische Standpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ähnlich der allgemeinen Linie der früher unabhängigen Liberalen Partei der Schweiz galt die LDP traditionellerweise zusammen mit den Westschweizer Ablegern in den Kantonen Genf, Neuenburg und Waadt als eher elitär und dem Populismus konträr eingestellt, während sie sich inzwischen selbst vor allem als bürgerliche Partei und als Vertreterin des Gewerbes definiert.[3]

Gemäss Zweckartikel in den Statuten setzt sich die Partei für die individuellen Freiheitsrechte, die Erhaltung der Familie, das private Eigentum, eine freiheitliche Wirtschaftsordnung, das Gewerbe und das Verantwortungsbewusstsein gegenüber Mensch und Umwelt ein. Sie unterstützt das Engagement Privater im gemeinnützigen und kulturellen Bereich.[4]

Mandatsträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nationalrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Christoph Eymann stellt die LDP in der Legislaturperiode 2015–2019 und in der Legislaturperiode 2019–2023 einen Nationalrat.

Kanton Basel-Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Grossen Rat der Stadt Basel ist die Partei seit den Wahlen 2016 mit 15 Sitzen von 100 vertreten. Fraktionschef ist Michael Koechlin. Zudem stellt die LDP mit Conradin Cramer, dem Vorsteher des Erziehungsdepartements, einen von sieben Regierungsräten.

Bürgergemeinde Basel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bürgergemeinderat der Bürgergemeinde Basel hat die LDP 7 Sitze von 40 und bildet gemeinsam mit der FDP Basel-Stadt eine Fraktion. Fraktionschefin ist Christine Wirz-von Planta. Als Mitglied des Bürgerrats amtet für die LDP Lukas Faesch.

Gemeinde Riehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde Riehen war die LDP bis zu den Wahlen 2010 wählerstärkste Partei. Seit den Wahlen 2018 verfügt sie über 6 Sitze von 40 im Einwohnerrat. Mit Daniel Hettich stellt sie dazu einen Gemeinderat.

Bürgergemeinde Riehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die LDP Riehen Bettingen hat im Bürgerrat der Bürgergemeinde Riehen zwei Sitze.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Markus Kutter, Bernhard Christ: Liberale Politik - Eine Standortbestimmung. Hrsg.: Liberal-Demokratische Partei Basel-Stadt. 2. Auflage. Basel 2014, S. 21.
  2. Christof Wamister: Alle wollen liberal sein. In: Christoph Merian Stiftung (Hrsg.): Basler Stadtbuch 2012. Christoph Merian Verlag, Basel 2013, ISBN 978-3-85616-579-6, S. 54.
  3. Jean-Jacques Bouquet: Liberale Partei (LP). In: Historisches Lexikon der Schweiz. 23. Dezember 2010, abgerufen am 16. September 2018.
  4. Statuten der Liberal-Demokratische Partei Basel-Stadt. 2. September 2013, abgerufen am 7. Juni 2019.