Lohne (Wietmarschen)

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Lohne
Gemeinde Wietmarschen
Koordinaten: 52° 29′ 50″ N, 7° 13′ 32″ O
Höhe: 27 m ü. NN
Einwohner: 7291 (1. Feb. 2017)[1]
Postleitzahl: 49835
Vorwahlen: 05908, 0591
Lohne (Niedersachsen)
Lohne

Lage von Lohne in Niedersachsen

St. Antonius in Lohne
St. Antonius in Lohne

Lohne ist ein Grundzentrum und Sitz der Einheitsgemeinde Wietmarschen im niedersächsischen Landkreis Grafschaft Bentheim. Mit 7.291 Einwohnern (2017) ist Lohne die größte Ortschaft der Gemeinde.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt südöstlich von Wietmarschen an der Bundesstraße 213 (NordhornLingenBremen). Unweit westlich verläuft die A 31 (EmdenBottrop). Fünf Kilometer südwestlich befinden sich der Luft-/Bodenschießplatz Nordhorn und westlich der Flugplatz Nordhorn-Lingen.

Ems-Vechte-Kanal

Nördlich liegt das 145 Hektar große Naturschutzgebiet Moorschlatts und Heiden in Wachendorf.
Fünf Kilometer östlich verlaufenen die Ems und der Dortmund-Ems-Kanal. Vier Kilometer südlich quert der Ems-Vechte-Kanal das Ortsgebiet.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lohne grenzt im Osten an Schepsdorf und Herzford (beide Stadt Lingen), im Süden an Elbergen (Gemeinde Emsbüren), im Westen an Klausheide (Stadt Nordhorn), im Nordwesten an Lohnerbruch und im Norden an Nordlohne (beide Gemeinde Wietmarschen).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Lohne wurde 1152 und 1154 bei der Gründung des Klosters Sünte Marienrode erstmals erwähnt. Bereits um 1285 tauchen die Ortsnamen Südlohne, Mittellohne, Nordlohne und Lohne auf dem Oerde auf. Im 14. Jahrhundert gehörte es zu den Besitzungen der Bischöfe zu Münster, die auf Schloss Herzford (heute Lingen) residierten.

Die Kirche St. Antonius wurde in den Jahren 1849 bis 1851 gebaut. 1970 wurde sie abgebrochen und 1972 durch einen Neubau ersetzt.

1870 wurde der Ems-Vechte-Kanal mit Hilfe französischer Kriegsgefangener durch das Gemeindegebiet gebaut und 1879 eröffnet.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurden von der Deutschen Ödland Kultur (Dökult) im Lohner Feld einige tausend Hektar Sumpf- und Ödland trockengelegt und als Agrarland nutzbar gemacht.[2]

1933 wurde die Feuerwehr in Lohne gegründet.

Ein- und Umgemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 28. Februar 1974 bildete Lohne mit Nordlohne, Lohnerbruch, Herzford und Schepsdorf die Gemeinde Schepsdorf-Lohne im Landkreis Lingen. Während Schepsdorf in die Stadt Lingen eingemeindet wurde, wurden die anderen Gemeindeteile mit den Gemeinden Wietmarschen, Schwartenpohl und Wachendorf zur neuen Gemeinde Wietmarschen vereinigt. Bei der Kreisgebietsreform am 1. August 1977 wurde die neue Gemeinde in den Landkreis Grafschaft Bentheim eingegliedert. 1978 wurden die Orte Herzford und Wachendorf in die Stadt Lingen umgemeindet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Lohner Sand wurde ein Naturlehrpfad und ein Bienenlehrpfad eingerichtet. Kulturdenkmäler sind die erhaltenen Reste von Großsteingräbern in der Nähe.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Lohne gibt es vier Kindergärten, eine Grundschule, eine Oberschule sowie eine öffentliche Bücherei. Der Kulturkreis Lohne setzt sich für den Erhalt historischer Gebäude ein und betreibt ein Heimatmuseum.[3]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lohne auf der Website der Gemeinde Wietmarschen

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zahlenspiegel der Gem. Wietmarschen
  2. Ortsteile der Gemeinde Wietmarschen
  3. Kulturkreis Lohne, Heimatmuseum