Lokum

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Lokum im Handel in Istanbul
Lokum mit Pistazien und Kokosraspel

Lokum [loˈkum] oder Turkish Delight (englisch, etwa türkisches Vergnügen) ist eine Süßigkeit auf Basis eines Sirups aus gelierter Stärke und Zucker, oft auch mit Mastix. Es ist weich und klebrig, transparent gelblich oder kann auch verschiedenfarbig sein.

Die Herkunft der Süßspeise ist nicht eindeutig geklärt, jedoch wurde Lokum bereits im 18. Jahrhundert im Osmanischen Reich produziert.

Herstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Herstellung von Lokum wird der Sirup mehrere Stunden gekocht, dann stehen gelassen, bis er fest ist; die Masse wird in Stücke geschnitten und in Puderzucker oder Kokosraspel gewälzt, damit sie nicht mehr an den Fingern klebt. Häufige Zugaben zur Aromatisierung des Sirups sind der Saft von Zitronen, Orangen und Granatapfel sowie Rosenwasser oder Orangenblütenwasser. Teilweise werden auch gehackte Nüsse, Mandeln, Pistazien oder pürierte Aprikosen zugesetzt.

Die heutige Verbreitung reicht über den gesamten Herrschaftsbereich des ehemaligen Osmanischen Reiches im Nahen Osten und in den Balkanländern, aber auch darüber hinaus (Aserbaidschan, Armenien).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Die Etymologie noch nicht belegt.

Das Wort Lokum leitet sich vom türkischen lokma ab, was so viel wie „Happen, Bissen“ bedeutet. Die vollständige Bezeichnung lautet rahat-lokum – „bequeme Häppchen“, ursprünglich aus dem Arabischen von rahat al-hulqum / راحة الحلقوم / rāḥatu ʾl-ḥulqūm / ‚Vergnügen/Ruhe für den Gaumen‘. Lokum wird im Deutschen mitunter als Türkischer Honig bezeichnet, was jedoch auch für weitere orientalische Süßspeisen gilt, z. B. weißen Nougat. In Griechenland wird die Süßigkeit ähnlich wie im türkischen mit λουκούμι (Loukoumi) bezeichnet und unter anderem als Greek delight vermarktet.

Der Ursprung des heute üblichen Lokum ist nicht geklärt.[1] Das Rezept oder Varianten davon sind seit dem 9. oder 14. Jahrhundert bekannt.[1][2] Häufig wird das heute bekannte Rezept dem Konditorlehrling Ali Muhiddin Hacı Bekir, Gründer des seit 1777 existierenden Unternehmen Hacı Bekir im damaligen Konstantinopel zugeschrieben.[3][1][2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alan Davidson: The Oxford Companion to Food. 2. Auflage, New York 2001, Artikel Turkish delight.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lokum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Jonathan Brown: The Lion, the Witch & the Turkish Delight, independent.co.uk, 5. Dezember 2005, abgerufen am 12. Oktober 2018.
  2. a b Laura Salm: Zucker für den Harem. Die Welt, 20. Februar 2006, abgerufen am 17. Mai 2016.
  3. Demetrios Ioannou: The secret story behind Turkish delight, bbc.com, 4. Oktober 2018, abgerufen am 12. Oktober 2018.