Lothar Schnitzler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Lothar Schnitzler (* 24. Mai 1947 in Saarbrücken) ist ein deutscher Politiker (Partei Die Linke) und ehemaliges Mitglied im Landtag des Saarlandes. Er ist Sachverständiger für die Fraktion Die Linke im Saarbrücker Stadtrat.

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Lothar Schnitzler machte nach einer Lehre als Starkstromelektriker ein Studium als Grund- und Hauptschullehrer und schloss ein weiteres Studium an, welches er als Diplom-Psychologe abschloss. Seitdem arbeitet er als Kindertherapeut, Legasthenietrainer und Kommunikationsberater.

Parteipolitik[Bearbeiten]

2006 wurde Lothar Schnitzler Mitglied der Partei Die Linke. Vorher hatte er sich politisch in der SPD engagiert.[1] Er wurde in seiner neuen Partei in den Landesvorstand gewählt und war zusätzlich als Kulturpolitischer Sprecher tätig. Zudem ist er Vorsitzender des Ortsverbands Alt-Saarbrücken und Vorsitzender des Kreisverbands Saarbrücken.

Bei der Landtagswahl im Saarland 2009 wurde Lothar Schnitzler in den Landtag des Saarlandes gewählt. Für seine Fraktion war er kultur- sowie seniorenpolitischer Fachsprecher. Er war Vorsitzender im Ausschuss für Inneres und Datenschutz und Mitglied im Ausschuss für Bildung, Kultur und Medien, im Ausschuss für Europaangelegenheiten sowie für Fragen des Interregionalen Parlamentarierrates sowie im Ausschuss für Finanzen und Haushaltsfragen. Mit der vorgezogenen Landtagswahl vom 25. März 2012 schied er aus dem Landtag aus. Seit September 2014 ist er Mitglied im Stadtrat Saarbrücken. Er vertritt die Fraktion Die Linke im Finanz- und Liegenschaftsausschuss und im Kulturausschuss. Er ist finanz- und kulturpolitischer Sprecher seiner Fraktion.

Politische Positionen[Bearbeiten]

Schnitzler tritt für einen konsequenten Ausbau des Sozialstaats ein. Er sieht insbesondere die durch die Hartz-Reformen eingeleiteten Veränderungen der Lohn- und Arbeitsmarktpolitik kritisch. Um die notwendige finanzielle Basis für eine Ausweitung der Sozialpolitik zu schaffen hält Schnitzler Steuererhöhungen (vor allem Vermögens-, Erbschafts- und Finanztransaktionssteuern) für erforderlich. Er ist Befürworter einer Mindestrente in Höhe von 1.050 Euro und schlägt die Einführung des Bürgerversicherungsprinzips im Bereich der Rentenversicherung vor. Versicherungspflichtig sollen dann auch alle Selbstständigen, Beamte und Politiker sein.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sw&dig=2009/09/02/a0093&cHash=a9acb46ab4