Louis Delvaux

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Louis Jean-Baptiste Delvaux (* 21. Oktober 1895 in Orp-le-Grand; † 24. August 1976 in Jodoigne) war ein belgischer Jurist, Journalist und Politiker.

Juristische Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Rechtsstudium wurde Delvaux 1922 zum Doktor der Rechte promoviert. Danach war er als Rechtsanwalt in Löwen, später in Nivelles tätig. Nach seiner Rückkehr aus der Politik war er zwischen 1946 und 1949 wieder als Rechtsanwalt tätig. Anschließend war Delvaux als Richter tätig zunächst am EGKS-Gerichtshof, dem Vorläufer des Europäischen Gerichtshofs, an dem er vom 4. Dezember 1952 bis zum 6. Oktober 1958 tätig war. Seine juristische Karriere beendete er dann als Richter am Europäischen Gerichtshof in Luxemburg vom 7. Oktober 1958 bis zum 8. Oktober 1967.

Öffentliche Ämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1936 ging er in die Politik und wurde als Mitglied der Belgischen Katholischen Partei Abgeordneter des Arrondissements Nivelles in der belgischen Abgeordnetenkammer, was er bis 1946 blieb. 1945 war er belgischer Landwirtschaftsminister, bis er 1946 die Politik wieder verlässt. 1949 nimmt er erneut ein öffentliches Amt an, als er Präsident des Verwaltungsrats des Zwangsverwaltungsamtes wird, wo er bis 1953 tätig ist. Auch arbeitet er als Prüfer der belgischen Nationalbank sowie als Geschäftsführer der Nationalen Gesellschaft für Kleinlandeigentum bis März 1953.

Journalistische Tätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Journalistisch war Delvaux in den Jahren 1931 bis 1940 und 1944/1945 tätig. Er schrieb für die Zeitungen „Le vingtième siècle“, „Le Soir“ und „La cité“.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Belgian Agriculture, in: Annals of the American Academy of Political and Social Science, Vol. 247, Belgium in Transition (Sep., 1946), S. 142–147.
  • La Cour de Justice de la C.E.C.A., Paris 1956.