Lucas Vis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Lucas Vis (* 19. Februar 1947 in Bergen (Nordholland)) ist ein niederländischer Dirigent und Komponist.

Vis besuchte von 1962 bis 1969 das Musiklyzeum in Amsterdam, wo er Cello bei Reinier Bresser und Orchesterleitung bei Jaap Spaanderman studierte. Nachdem er einen Meisterkurs in Dirigieren am Mozarteum in Salzburg als Preisträger abgeschlossen hatte, war er von 1967 bis 1973 Assistent von Bruno Maderna. Daneben besuchte er Kurse bei Pierre Boulez in Basel, bei Jean Fournet, Marius Constant, Dean Dixon und Paul Hupperts und nahm Kompositionsunterricht bei Jan van Vlijmen. 1971 erhielt er den Koussevitzky Tanglewood Composition Prize.

Von 1976 bis 1979 war er Leiter des Nederlands Ballet Orkest, dann bis 1983 Chefdirigent des Brabants Orkest. Von 1988 bis 1996 leitete er das Noordhollands Philharmonisch Orkest. Daneben war er bis 1998 Direktor des Konservatoriums in Maastricht, danach bis 2005 Rektor des Conservatorium van Amsterdam.

Vis dirigierte die bedeutenden Orchester der Niederlande wie das Concertgebouw-Orchester, das Rotterdams Philharmonisch Orkest und das Radio Philharmonisch Orkest, daneben Orchester in England, Frankreich, Österreich, Dänemark, Deutschland und Italien. Er arbeitete mit Komponisten wie John Cage, Mauricio Kagel, Karlheinz Stockhausen und Louis Andriessen zusammen und leitete an der Niederländischen Oper Uraufführungen von Werken Otto Kettings, Theo Loevendies und Guus Janssens.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Essay I für acht Instrumente, 1971
  • Music for soprano and cello, 1971
  • Serenade für drei Violen und Orchester, 1973
  • Openingsmuziek für Orchester, 1976