Ludolf Colditz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Grabplatte für Ludolf Colditz und Adele, geb. Voigt auf dem Südfriedhof in Leipzig

Ultimus Ludolf Alexander Colditz (* 31. Dezember 1847 in Naunhof; † 17. Juni 1909 in Dresden) war ein deutscher Jurist und Unternehmer.

Colditz studierte Rechtswissenschaft und promovierte 1907 an der Universität Leipzig zum Dr. jur., seine Dissertation trug den Titel: Der Kontokurrentvertrag des Handelsgesetzbuches vom 10. Mai 1897. Er wurde später mit dem Ehrentitel Justizrat ausgezeichnet.

Colditz war Mitglied des Stadtrats von Leipzig und Präsident der Leipziger Immobiliengesellschaft, einer 1872 gegründeten Tochtergesellschaft der Allgemeinen Deutschen Credit-Anstalt.

Am 15. Februar 1873 heiratete er die Pfarrerstochter Anna Adele Voigt und hatte mit ihr fünf Kinder, darunter den einzigen Sohn Ludolf Colditz jun. (1883–1952), der die Firma Gebrüder Brehmer in Leipzig ab 1920 führte.

Colditz war Mitglied der Leipziger Freimaurerloge Balduin zur Linde.

Seit 1905 ist die Ludolf-Colditz-Straße, und von 1905 bis 1947 war der Gustav-Schwabe-Platz im Leipziger Stadtteil Stötteritz nach ihm benannt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gustav Wustmann: Dr. Ludolf Colditz – Blätter der Erinnerung. Verlag August Pries, Leipzig 1909.
  • Ludolf Colditz: Vergilbte Blätter, Wahres und Wahrscheinliches aus Mügelns alter Zeit, Leipzig 1893.