Ludwig Deiters

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ludwig Deiters (* 23. Dezember 1921 in Berlin) ist ein deutscher Architekt und Denkmalpfleger. Er war von 1961 bis 1986 Generalkonservator des Instituts für Denkmalpflege der DDR. Er war damit verantwortlich für den Denkmalschutz in der DDR.

Spendenmarke der DDR zum Aufbau der KZ–Gedenkstätten

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ludwig Deiters wurde während des Zweiten Weltkriegs einberufen und geriet in Gefangenschaft.

Deiters trat 1946 der SED bei und studierte von diesem Jahr bis 1950 Architektur an der Technischen Hochschule Berlin. Von 1950 bis 1952 arbeitete er im Institut für Bauwesen der Akademie der Wissenschaften im Bereich der Schulbauforschung. Danach war er Mitarbeiter des Generalprojektanten von Stalinstadt (heute: Eisenhüttenstadt) und des Chefarchitekten von Berlin. Von 1954 bis 1957 arbeitete er an den Entwürfen für die KZ-Gedenkstätten Buchenwald, Ravensbrück und Sachsenhausen mit.

Von 1957 bis 1961 war er Konservator im Institut für Denkmalpflege des Bezirkes Potsdam, danach bis 1986 Generalkonservator des Institutes für Denkmalpflege. 1967 wurde er Honorarprofessor der Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar und der Hochschule für Bildende Künste in Berlin. 1977 wurde er stellvertretender Vorsitzender des Rates für Denkmalpflege beim Ministerium für Kultur und Präsident des Nationalkomitees des Internationalen Rates für Denkmalpflege ICOMOS. 1987 ging er in den Ruhestand und engagierte sich danach in praktischen Denkmalpflegeprojekten. Sein Nachfolger als Generalkonservator wurde Peter Goralczyk.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deiters wurde 1959 in einem Kollektiv für die Gestaltung des Buchenwald-Denkmals mit dem Nationalpreis und 1975 mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Bronze und 1986 in Gold[1] ausgezeichnet. 1988 wurde Ludwig Deiters der Karl-Friedrich-Schinkel-Ring des (Bundes-)Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz zuerkannt. Die Reise zur Preisverleihung nach West-Berlin wurde ihm jedoch von den DDR-Behörden verweigert.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Geleitwort in: Götz Eckardt (Hrsg.); Horst Drescher (Bearb.): Schicksale deutscher Baudenkmäler im Zweiten Weltkrieg. Eine Dokumentation der Schäden und Totalverluste auf dem Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik. Bd. 1., Berlin – Hauptstadt der DDR, Bezirke Rostock, Schwerin, Neubrandenburg, Potsdam, Frankfurt/Oder, Cottbus, Magdeburg. Henschel-Verlag, Berlin, 1978.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Berliner Zeitung, 30. April 1986, S. 5.