Ludwig Mach

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Ludwig Mach (* 18. November 1868 in Prag; † im September 1951)[1] war ein Erfinder.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ludwig Mach war der älteste Sohn des Physikers Ernst Mach und dessen Frau Louise Marussig. Er besuchte 1879 bis 1883 das k. k. deutsche Staatsgymnasium in Prag, studierte dann zwei Jahre als Privatist und besuchte 1886/1887 das k. k. Staatsgymnasium in Arnau. Von 1887 bis 1892 studierte er an der Universität Prag Medizin und promovierte 1895. In seiner Studienzeit besuchte er bei seinem Vater und dessen Assistenten auch Vorlesungen in Physik.

In dieser Zeit begann auch die Mitarbeit bei seinem Vater. Er beschäftigte sich vorwiegend mit optischen Fragen und Instrumentenbau. 1889 erschien die erste gemeinsame Publikation. Seit den 1890er Jahren führte er die fotografischen Versuche seines Vaters und Peter Salchers fort. 1892 entwickelte er gemeinsam mit seinem Vater das Mach-Zehnder-Interferometer, das unabhängig von ihnen auch von Ludwig Zehnder entwickelt wurde.

1894 erfand er eine Aluminium-Legierung mit 2 bis 30 Prozent Magnesium, die er Magnalium nannte und für die er ein Patent erhielt, mit dessen Vermarktung er zeitweise hohe Einnahmen erzielte.[2]

In seinem Beruf als Mediziner arbeitete er nur kurzzeitig. Er hatte das Angebot, in der chirurgischen Klinik seines Lehrers Carl Gussenbauer anzufangen, abgelehnt.

Anfang 1896 begann er bei Carl Zeiss in Jena im Institut von Ernst Abbe, wo er sich zunächst nur bis September verpflichtete.

Im März 1901 heiratete er in Berlin die fünf Jahre jüngere, in Wien geborene Regina von Renauld. Seit 1905 lebte er in München. 1913 zog sein pflegebedürftiger Vater († 1916) mit seiner Frau Louise zu ihm nach Vaterstetten. Nach dem Ersten Weltkrieg war Ludwigs Vermögen verloren. Seine zweite Ehefrau wurde Anna Karma Mach.

Ausstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016/2017: Licht und Schatten – Ernst Mach – Ludwig Mach. Deutsches Museum, München. Katalog.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gereon Wolters: Mach I, Mach II, Einstein und die Relativitätstheorie. Eine Fälschung und ihre Folgen. Habilitationsschrift. Universität Konstanz 1985. de Gruyter, Berlin / New York 1987, ISBN 3-11-010825-9.
  • Wilhelm Füßl und Johannes-Geert Hagemann: Interferenzen mit Mach 2. Ernst Mach und sein Sohn Ludwig bildeten ein ambivalentes Forscherduos. In: Physik Journal November 2016, S. 43–46.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gereon Wolters: Mach I, Mach II, Einstein und die Relativitätstheorie. Eine Fälschung und ihre Folgen. Walter de Gruyter, Berlin / New York 1987, S. 376 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche – Dissertation; Todesmonat ergibt sich aus dem Zusammenhang eines zitierten Tagebucheintrags).
  2. Ludwig Darmstaedter: Handbuch zur Geschichte der Naturwissenschaften und der Technik. 1866. (PDF; 2,77 MB)