Madeira-Sturmvogel

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Madeira-Sturmvogel
Madeira-Sturmvogel

Madeira-Sturmvogel

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Röhrennasen (Procellariiformes)
Familie: Sturmvögel (Procellariidae)
Gattung: Hakensturmtaucher (Pterodroma)
Art: Madeira-Sturmvogel
Wissenschaftlicher Name
Pterodroma madeira
Mathews,1934

Der 32-34 Zentimeter große Madeira-Sturmvogel (Pterodroma madeira) zählt zu einer der am stärksten bedrohten Vogelarten der Welt.

Aussehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flügelspannweite beträgt 80 Zentimeter. Diese Vögel haben ein weißes Brust- und Bauchgefieder. Die Flügel sind an der Oberseite schwarz, die Unterseite ist schwarz-weiß. Der kurze Hakenschnabel ist schwarz und gedrungen, mit einer scharfen Kante versehen und dient dem besseren Halten der Beute. Der Kopf ist weiß und die Kehle ist bräunlich gefärbt. Die kurzen Beine sind rosa und die Schwimmhäute und die Zehen sind schwarz. Der Schwanz ist ebenfalls kurz. Männchen und Weibchen sind äußerlich nicht voneinander zu unterscheiden.

Verbreitung und Lebensraum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Vogelart kommt nur auf der Insel Madeira und dem umliegenden Teilen des Atlantischen Ozeans vor.

Lage der Brutgebiete des Madeira-Sturmvogels

Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das festgestellte Höchstalter der Vögel beträgt 28 Jahre. Bei der Jagd auf dem Meer fangen sie ihre Nahrung, beispielsweise kleinere Fische und Tintenfische im Sturzflug aus der Luft. Die Stimme der Vögel erinnert an ein Jammern oder Stöhnen. Das Land suchen diese Vögel nur während der Fortpflanzungsperiode auf.

Fortpflanzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Brutgebiet befindet sich am Pico de Cedro, einem nur 12 km² großem Felsmassiv. Ihre Bodennester legen die Vögel an den Felsvorsprüngen des Berges an. Die Brut findet Ende März oder Anfang April statt. Das Gelege umfasst nur 1 oder 2 Eier.Nach etwa 60 Tagen schlüpfen die Jungen aus den weißen Eiern und verbleiben noch bis zu 5 Monate im Nest.

Gefährdung und Schutzmaßnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Hauptgrund für den Rückgang dieser Art sind die Nachstellungen durch Ratten und Hauskatzen, welche die Nester plündern und die Jungvögel töten. Zum Schutz der Art werden die Brutgebiete eingezäunt und streng überwacht. Zudem werden streunende Katzen gezielt bekämpft und künstliche Nisthilfen angelegt. Außerdem werden die Vögel mit Sendern versehen um genauere Kenntnisse ihrer Wanderbewegungen zur erhalten, um weitere konkrete Schutzmaßnahmen abzustimmen. Der Weltbestand lag im Jahre 1995 zwischen 23-30 Exemplaren, 1998 betrug er nur 40-60 Exemplare.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Miloš Andĕra Bildenzyklopädie Die Natur Europas S.189 Verlag: Tandem Verlag GmbH 2006/2007 (deut. Übersetzung aus dem Slowakischen) ISBN 978-3-8331-4446-2
  • Mark Carwardine Guinness Buch der Tierrekorde S. 144 Verlag: KOMET MA-Sericve und Verlagsgesellschaft mbH, Frechen 2000 ISBN 3-89836-103-9
  • Joseph Forshaw Enzyklopädie der Tierwelt Vögel S.53 Verlag: ORBIS Verlag 2003 (deut. Übersetzung aus dem Englischen) ISBN 3-572-01378-X
  • Miloš Anděra , deut. Übersetzung von Günter Brehmer Bedrohte Tiere S. 97 Verlag: Werner Dausien , Hanau 1998 ISBN 3-7684-2800-1
  • Christopher M. Perrins Die große Enzyklopädie der Vögel: S.56 Verlag: Orbis Verlag, 1996 (deut. Übersetzung aus dem Englischen) ISBN 3-572-00810-7
  • Dr. Goetz Rheinwald Atlas der Vogelwelt S.227 Verlag: UNIPART VERLAG GmbH, Remseck bei Stuttgart 1994 (deut. Übersetzung aus dem Englischen) ISBN 3-8122-3399-1

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]