Magdeburg-Kaserne

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Der Gedenkstein an den Namensgeber der Magdeburg-Kaserne beim Eingang der Kaserne

Die Magdeburg-Kaserne war eine Kaserne des österreichischen Bundesheeres in Klosterneuburg in Niederösterreich. Sie ist nach dem Hauptmann Friedrich Freiherr von Magdeburg (1784–1810) benannt, dem 1809 die Zerstörung einer französischen Donaubrücke gelang und damit wesentlich zum Sieg über Napoleon Bonaparte in der Schlacht bei Aspern beitrug.

Pioniertruppenschule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1956 war in der Kaserne die Pioniertruppenschule untergebracht.[1] Am 31. Dezember 2013 wurde die Kaserne vom Bundesheer aufgelassen.

Nachnutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus diesem Grund verhandelt die Stadt Klosterneuburg, die auf dem elf Hektar Gelände ein Sicherheitszentrum errichten will.[2] Vom 1. Dezember 2014 bis 31. Mai 2015 diente die Kaserne als Betreuungsstelle zur Versorgung der Grundbedürfnisse von Asylwerbern (BGBl. II Nr. 321/2014). Bei der Versteigerung zu Beginn 2015 erhielt das Stift Klosterneuburg den Zuschlag. Geplant ist dabei, gemeinsam mit der Stadt Klosterneuburg auf dem Areal eine Siedlung mit der gesamten Infrastruktur zu errichten.[3]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kaserne wurde 1873 als Pionierzeugdepot errichtet. In den Jahren 1883 bis 1899 und 1913 wurde sie erweitert. Die mehrtraktiger Gebäudekomplex ist nach einem Pavillonssystem errichtet, wobei die Gebäude meist zwei- bis dreigeschoßig sind.

Vor dem Eingang befindet sich ein Gedenkstein an den Namensgeber in Form eines rechteckigen Granitsteins und vis-a-vis dem Eingang ein Gedenkstein mit Porträtmedaillon und bekröntem Adler über Karl Freiherr von Birago, der ein österreichischer Militäringenieur und Erfinder des nach ihm benannten Brückensystems war.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs: Niederösterreich südlich der Donau. Teil 1. A – L. Bundesdenkmalamt (Hrsg.), Verlag Berger, Horn/Wien 2003, ISBN 3-85028-364-X, Seiten 1083.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tag der offenen Tür in der Pioniertruppenschule - PiTS 2004; abgerufen am 11. Dez. 2010
  2. Klosterneuburg will Kaserne kaufen auf ORF vom 23. Februar 2013 abgerufen am 23. Februar 2013
  3. Stift Klosterneuburg kauft Kaserne auf ORF-Niederösterreich vom 5. Mai 2015 abgerufen am 6. Mai 2015

Koordinaten: 48° 17′ 52,9″ N, 16° 20′ 19,8″ O