Mahi Binebine

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Mahi Binebine (2015)

Mahi Binebine (geboren 1959 in Marrakesch) ist ein marokkanischer Maler, Bildhauer und frankophoner Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mahi Binebines Vater starb früh, seine Mutter brachte die vielköpfige Familie durch.[1] Sein Bruder Aziz gehörte 1971 zu den Putschisten gegen König Hassan II. und war achtzehn Jahre im Gefängnis Tazmamart inhaftiert.[2] Er studierte Mathematik und ging 1980 nach Paris, um an der Universität Pierre und Marie Curie sein Studium fortzusetzen. Er arbeitete ab 1985 in Frankreich acht Jahre als Mathematiklehrer. Zwischen 1994 und 1999 lebte er in New York City. Seit 2002 lebt er wieder in Marrakesch.

Zwischen 2001 und 2004 arbeitete er mit dem spanischen Maler Miguel Galanda zusammen. Als Maler und Bildhauer hatte Binebine verschiedene Ausstellungsbeteiligungen. Das Guggenheim Museum in New York kaufte Bilder von ihm an. Im Jahr 2009 war er auf der Biennale von Venedig vertreten.

Binebine veröffentlichte mehrere Romane in französischer Sprache. Im Jahr 2010 erhielt er für Les Étoiles de Sidi Moumen den Prix du Roman arabe, der Roman wurde 2012 von Nabil Ayouch unter dem Titel Les Chevaux de Dieu verfilmt. Der Roman stand in seiner englischen Übersetzung 2015 auf der Shortlist des International DUBLIN Literary Award.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le fou du Roi. Stock, 2017 ISBN 223408265X
    • Der Hofnarr. Übersetzung Regina Keil-Sagawe. Basel : Lenos, 2018
  • Le Seigneur vous le rendra. Ed. Flammarion, 2013 ISBN 2213670846
    • Der Himmel gibt, der Himmel nimmt : Roman aus Marokko. Übersetzung Hilde Fieguth. Basel : Lenos, 2016
  • Les étoiles de Sidi Moumen. Ed. Flammarion, 2010 ISBN 2081236362
    • Die Engel von Sidi Moumen : Roman aus Marokko. Übersetzung Regula Renschler. Basel : Lenos, 2011
  • Terre d'ombres brulée. Ed. Fayard, ISBN 2213617627
  • Pollens. Ed. Fayard, 2001 ISBN 2213609969
  • Le griot de Marrakech. Ed. L'Aube, ISBN 275260212X
  • Cannibales. Ed. Fayard, 1999, ISBN 2213604444
    • Kannibalen : Roman. Übersetzung Patricia A. Hladschik. Innsbruck : Haymon, 2003 (auch unter dem Titel Willkommen im Paradies : Roman aus Marokko, 2017)
  • L'ombre du poète. Ed. Stock, 1997 ISBN 2234046688
  • Les funérailles du lait. Ed. Stock, 1994 ISBN 9954167412
    • Mamayas letzte Reise : Roman. Übersetzung Eliane Hagedorn. München : Droemer Knaur, 1997
  • Le sommeil de l'esclave. Ed. Stock, 1992 ISBN 2234024889
    • Der Schlaf der Sklavin : Roman. Übersetzung Barbara Reitz. München : Droemer Knaur, 1994

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks, Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mamayas letzte Reise, Kurzbeschreibung des autobiografischen Romans bei afrikaroman
  2. Über den Bruder siehe auch den Roman Tahar Ben Jelloun: Das Schweigen des Lichts : Roman. Übersetzung Christiane Kayser. Berlin : Berlin-Verlag, 2001 (Cette aveuglante absence de lumière, Paris : Éditions du Seuil, 2001)