Marco Veronesi

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Marco Veronesi (* 1972 in Bopfingen) ist ein deutsch-italienischer Wirtschafts- und Sozialhistoriker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veronesi studierte Mittelalterliche Geschichte, Neuere Geschichte und Romanische Philologie an den Universitäten in Tübingen, Stuttgart und Verona. Er wurde 2008 an der Universität Tübingen mit einer Arbeit zum oberdeutschen Fernhandelsunternehmen in Genua im späten Mittelalter promoviert. 2012 kuratierte er für das Ravensburger Museum Humpis Quartier die große Sonderausstellung „Die Humpis in Genua – Palazzi, luoghi und caruggi“.[1] Von 2014–17 leitete er an der Universität Tübingen das DFG-Projekt „Prekarie, Leibding, feudum“, das sich mit Formen der Vorsorge und der Versorgung vom Früh- bis ins Hochmittelalter befasste.[2] 2018–20 kuratierte er am Haus der Bayerischen Geschichte in Augsburg die Bayerische Landesausstellung „Stadt befreit. Wittelsbacher Gründerstädte“.[3]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Oberdeutsche Kaufleute in Genua, 1350–1490. Institutionen, Strategien, Kollektive, Stuttgart 2014 (Veröffentlichungen der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg, B 199).
  • Genua – La Superba. Begleitband zur Ausstellung „Die Humpis in Genua. Palazzi, luoghi und caruggi“, Museum Humpis-Quartier Ravensburg 2012 (Die Humpis in Europa, Bd. 1).
  • Genova medievale e la storiografia tedesca dell’Ottocento: Historische Rechtsschule, Kulturgeschichte e i giuscommercialisti, in: Libertà e dominio. Il sistema politico genovese: le relazioni esterne e il controllo del territorio, hg. von Matthias Schnettger und Carlo Taviani, Rom 2011 (Ricerche dell’Istituto Storico Germanico di Roma 6) S. 13–39.
  • Heinrich von Luxemburg und die italienische Hochfinanz: Mittelalterlicher Staatskredit, der Prager Groschen und das florentinische Handelshaus der Macci, in: Vom luxemburgischen Grafen zum europäischen Herrscher. Neue Forschungen zu Heinrich VII., hg. von Ellen Widder unter Mitarbeit von Wolfgang Krauth, Luxemburg 2008, S. 185–223.

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Korrespondierendes Mitglied des Südwestdeutschen Arbeitskreises für Stadtgeschichtsforschung[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sonderausstellungen Rückblick | Museum Humpis-Quartier. Abgerufen am 15. Februar 2021.
  2. DFG - GEPRIS - Prekarie, Leibding, feudum: Vorsorge, Versorgung, und die Dichotomie der Gesellschaft nördlich der Alpen, 11. bis 14. Jahrhundert. Abgerufen am 15. Februar 2021.
  3. Stadt befreit – Wittelsbacher Gründerstädte. Abgerufen am 15. Februar 2021.
  4. Südwestdeutscher Arbeitskreis für Stadtgeschichtsforschung/Mitglieder. Abgerufen am 30. Dezember 2017.