Margarethe von Bülow

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Margarethe von Bülow (* 23. Februar 1860 in Berlin; † 2. Januar 1884 in Rummelsburg bei Berlin) war eine deutsche Schriftstellerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Margarethe stammte aus der altpreußischen Familie von Bülow. Ihr Vater war preußischer Konsul in Smyrna (Türkei), wo er 1869 verstarb. Margarethe besuchte 1868 bis 1870 die Kaiserswerther Diakonissenschule in Smyrna, von 1870 bis 1874 dann die Mädchenanstalt der Herrnhuter Brüdergemeine in Neudietendorf in Thüringen. Die Mutter Clothilde war mit ihr und den anderen vier Geschwistern in diesen ihr aus der Kindheit vertrauten Ort übergesiedelt. Eine besonders enge Beziehung hatte Margarethe zeitlebens zu ihrer Schwester Frieda von Bülow, die eine bekannte Schriftstellerin wurde: Sie waren „zwei Blüten an einem Zweig“. Es folgte die Ausbildung an einer Mädchenschule in Cheltenham in England, von der Margarethe 1877 nach Neudietendorf zurückkehrte. Hier begann ihre literarische Tätigkeit, die besonders Eindrücke aus ihrer Zeit in der thüringischen Kulturlandschaft um Neudietendorf und das benachbarte Ingersleben widerspiegelt. Ingersleben war ihr gut vertraut – dort lag das Rittergut der Familie von Münchhausen, aus der die Mutter stammte. Nur wenige Jahre später, im Jahre 1884, verunglückte Margarethe von Bülow tödlich bei dem Versuch, einen im Eis des Rummelsburger Sees bei Berlin eingebrochenen Knaben zu retten. In Berlin gehörte sie zu dem Freundeskreis um Heinrich Seidel, Johannes Trojan und Diederich Hahn [1].

Die Namensgebung „von-Bülow-Gymnasium“ in Neudietendorf 1997 geht auf das Wirken der beiden Schwestern Margarethe und Frieda von Bülow zurück. Im Heimatmuseum Ingersleben gibt es einen ihnen gewidmeten Raum.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Glücksuhr von Wölfis
  • Jonas Briccius (1886), 2. Aufl. (?) mit einer Einleitung von Adolf Bartels
  • Aus der Chronik derer von Riffelshausen (1887), 2. Aufl. 1919 mit einer Einleitung von Adolf Bartels
  • Neue Novellen (1890)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Albert Herzog: Ihr Glücklichen Augen. Ein Karlsruher Journalist erzählt aus seinem Leben Kleine Karlsruher Bibliothek, Karlsruhe (2008), S. 53

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Horst Benneckenstein:Zwei Blüten an einem Zweig. In: Zwei Blüten an einem Zweig. Beiträge zu Leben und Wirken der Schriftstellerinnen Frieda und Margarethe von Bülow. Hrsg. Heimatmuseum Ingersleben, 2000.
  • Ludwig Julius Fränkel: Bülow, Margarethe von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 47, Duncker & Humblot, Leipzig 1903, S. 361 f.