Marillenknödel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Marillenknödel

Marillenknödel sind eine traditionelle Mehlspeise der böhmischen und österreichischen Küche. Vor allem in den Marillen-Anbau-Gebieten wie der Wachau und im Vinschgau sind sie verbreitet. Darüber hinaus sind Marillenknödel auch in der bayerischen Küche bekannt.[1]

Zubereitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marillenknödel mit Topfen und Butter

Es werden kleine Knödel aus Teig geformt, in die entkernte Marillen gesteckt werden. Die Knödel werden gekocht und in gebräunten Bröseln gewälzt, anschließend mit Staubzucker bestreut serviert. Als Teig findet vor allem Topfenteig, Erdäpfelteig und Brandteig Verwendung. Regional werden die Knödel auch mit Zimtzucker, Mohn oder zerdrückten Pfefferkuchenbröseln bestreut. Oder der sehr trockene tschechische Topfen wird gerieben und über die Knödel gegeben. Gelegentlich werden sie mit zerlassener Butter übergossen.

Marillenknödel als Fertiggericht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marillenknödel haben auch zahlreiche Fertiggerichthersteller in ihrem Sortiment. Kritisiert wird, dass als Füllung nicht immer ganze Marillen verwendet werden, sondern bei einigen Produzenten stattdessen Marillenmark mit zerkleinerten Fruchtstücken.[2]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tichys Eismarillenknödel

Im Wiener Eissalon Tichy am Reumannplatz werden die von Kurt Tichy erfundenen Eismarillenknödel angeboten. Dabei wird der Teig aus Speiseeis nachgeahmt, die Brösel bestehen aus einem Nuss-Zucker-Gemisch.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Marillenknödel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eckhard Supp: Duden. Wörterbuch Kochkunst. Von Amuse-Bouche bis Zierschnee. Dudenverlag, Mannheim u. a. 2011, ISBN 978-3-411-70392-0, Kapitel: Regionale Gerichte im deutschsprachigen Raum, S. 92.
  2. Marillenknödel: Brei statt Frucht. In: konsument.at. 23. Februar 2010, abgerufen am 28. Juli 2013.