Marion Brasch

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Marion Brasch, 2014

Marion Brasch (* 11. März 1961 in Ost-Berlin) ist eine deutsche Hörfunkjournalistin und Schriftstellerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marion Brasch wuchs in ihrem Geburtsort Ost-Berlin in der DDR auf. Sie entstammt einer Familie deutsch-österreichischer Kommunisten mit jüdischen Wurzeln. Ihr Vater Horst Brasch bekleidete nach seiner Rückkehr aus dem politischen Exil in Großbritannien 1946 diverse hohe Ämter in der Kulturpolitik der DDR, ihre Mutter Gerda Brasch (1921–1975) war Journalistin. Sie ist die Schwester der Schriftsteller Thomas Brasch und Peter Brasch sowie des Schauspielers Klaus Brasch. Die Geschichte ihrer Familie hat sie in ihrem Roman Ab jetzt ist Ruhe verarbeitet, der 2012 im S. Fischer Verlag erschien.[1]

Brasch schloss ihre schulische Ausbildung mit dem Abitur ab und absolvierte eine Ausbildung als Schriftsetzerin. Anschließend arbeitete sie zunächst in einer Druckerei, später bei diversen Verlagen und dem Verband der Komponisten und Musikwissenschaftler der DDR. Bis August 1989 war sie Mitglied der SED.[1][2]

Von 1987 bis 1992 war sie beim Radiosender DT64 tätig, zunächst als Musikredakteurin, später auch als Moderatorin und Autorin. Nach 1992 ging Brasch nach kurzen Stationen bei Fritz und Radio Brandenburg zum 1997 gegründeten Rundfunksender Radio Eins (RBB), für den sie seither freiberuflich arbeitet. Zudem ist sie seit Anfang der 2010er Jahre schriftstellerisch tätig.[2]

2006 gehörte sie zu den Unterstützern der „Berliner Erklärung“ der Initiative Schalom5767 – Frieden 2006,[3] die für eine Palästina-Politik entsprechend den Grundsätzen des Humanismus und des Völkerrechts eintritt.

Marion Brasch ist Mutter einer 1993 geborenen Tochter und lebt und arbeitet in Berlin.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erzählungen und Romane

Literarische Programme

  • „Die Brüder Brasch“ – Collage für 4 Schauspieler. Deutsches Theater Berlin, 2015 (Buch und Regie).
  • „Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin“ – Ein Abend für Thomas Brasch. Texte. Szenen. Film. 2015 (Buch und Regie).[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Marion Brasch – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Wiebke Porombka: Vor der Tochter sterben die Söhne. In: FAZ.net. 17. Februar 2012, abgerufen am 23. April 2016.
  2. a b Über Marion Brasch >> Vita. In: fischerverlage.de. S. Fischer Verlag, 29. Juli 2014, abgerufen am 31. Dezember 2016.
  3. Wortlaut der Erklärung
  4. Siehe auszugsweisen Mitschnitt der Veranstaltung im Literaturhaus Leipzig vom 3. Februar 2015, hier gemeinsam mit dem Schauspieler Andreas Keller: „Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin“ – Ein Abend für Thomas Brasch. Videostream, 42:58 Minuten.