Marius Ebbers

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Marius Ebbers
Marius Ebbers 2013 1.jpg
Marius Ebbers (2013)
Personalia
Geburtstag 4. Januar 1978
Geburtsort EssenDeutschland
Größe 192 cm
Position Sturm
Junioren
Jahre Station
1984–1986 Preußen Steele
1986–1993 SG Wattenscheid 09
1993–1995 Schwarz-Weiß Essen
1995–1998 MSV Duisburg
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1998–1999 MSV Duisburg 2 0(1)
1999–2000 SG Wattenscheid 09 50 (38)
2001–2003 MSV Duisburg 78 (32)
2003–2005 1. FC Köln 48 (10)
2005–2008 Alemannia Aachen 84 (20)
2008–2013 FC St. Pauli 138 (46)
2013–2014 VfL 93 Hamburg 16 (13)
2014 Fort Lauderdale Strikers 8 0(1)
2014– SC Victoria Hamburg 78 (60)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 9. Juni 2017

Marius Ebbers (* 4. Januar 1978 in Essen) ist ein deutscher Fußballspieler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ebbers im Trikot des FC St. Pauli (2011)

Als Sechsjähriger begann Ebbers bei Preußen Steele mit dem Fußballspielen, im Alter von acht Jahren spielte er für die SG Wattenscheid 09. Mit 15 Jahren verließ er die SG und wechselte zu Schwarz-Weiß Essen. Drei Jahre später ging er zum MSV Duisburg, bei dem er dann auch seine ersten Einsätze als Profi absolvierte. 1999 wechselte er zurück zur SG Wattenscheid, für die er in der Regionalliga West/Südwest in 33 Spielen 23 Tore erzielte und Torschützenkönig wurde. Nach Auflösung der Regionalliga West/Südwest trat er mit der SG Wattenscheid in der Staffel Nord an. Dort erzielte er in der Hinrunde 15 Tore (17 Einsätze). Danach holte ihn der MSV Duisburg nach 18 Monaten wieder zurück. Auch dort wurde er nun zum Torjäger, weshalb ihn der 1. FC Köln 2003 unter Vertrag nahm. Nachdem der 1. FC Köln mit Peter Madsen und Imre Szabics zwei neue Angreifer verpflichtet hatte, wechselte Ebbers vor Beginn der Saison 2005/06 zu Alemannia Aachen. Als er dort eine Formschwäche überwunden hatte, fand er in der Rückrunde zu alter Stärke zurück. Beim 4:2-Auswärtssieg bei den Offenbacher Kickers erzielte er vier Tore in einer Halbzeit, darunter einen lupenreinen Hattrick. Mit 13 Saisontoren trug er dazu bei, dass die Alemannia nach 36 Jahren wieder in die Bundesliga aufstieg. In seiner dritten Erstligasaison bestritt er dann 27 Spiele für die Aachener, die aber 2007 wieder in die 2. Liga abstiegen.

Nach der Saison 2007/08 wechselte er zum FC St. Pauli, für den er am siebten Spieltag beim Heimspiel gegen seinen alten Verein Alemannia Aachen seine ersten beiden Treffer erzielte. In der Saison 2009/10 hatte er mit 20 Saisontreffern großen Anteil am Aufstieg des Vereins in die 1. Bundesliga. Nach dem direkten Wiederabstieg trat er ab der Saison 2011/12 mit dem FC St. Pauli wieder in der zweiten Liga an. Am 15. März 2013 erzielte Ebbers im Spiel gegen den 1. FC Union Berlin (2:4) sein 100. Tor in der zweiten Liga. Insgesamt traf er in den beiden höchsten deutschen Spielklassen 108-mal ins Netz.[1]

Nachdem Ebbers’ Vertrag beim FC St. Pauli nach der Saison 2012/13 nicht verlängert worden war, schloss er sich im September 2013 dem VfL 93 Hamburg an. In der sechstklassigen Landesliga Hamburg erzielte er bis Ende März 2014 in 16 Spielen 13 Treffer. Am 25. März 2014 wechselte er in die US-amerikanische North American Soccer League zu den Fort Lauderdale Strikers. Er erhielt einen Vertrag für die Spring Season 2014.[2] Sein erstes Spiel bestritt Ebbers am 13. April 2014 beim 2:0-Sieg gegen Ottawa Fury. Sein einziges Tor erzielte er beim 3:2-Sieg am 26. April 2014 im Spiel gegen die Mannschaft von Indy Eleven. Insgesamt kam Ebbers in acht von neun Spielen zum Einsatz. Anschließend kehrte er nach Hamburg zurück an schloss sich dem Fünftligisten SC Victoria Hamburg an.

Ebbers ist Spieler der deutschen Kleinfeld-Nationalmannschaft.[3]

Fairplay[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 10. April 2012 erzielte Ebbers im Spiel gegen den 1. FC Union Berlin ein Tor per Hand und Kopf. Der Schiedsrichter Tobias Welz war zu weit entfernt und konnte das Handspiel aus seiner Position heraus nicht sehen und erkannte das Tor an. Als er Ebbers dann aber fragte, ob der Ball die Hand berührt habe, gab dieser das sofort zu. Daraufhin wurde das Tor (es wäre der 2:1-Führungstreffer gewesen) zurückgenommen. St. Pauli gewann das Spiel dennoch durch ein Tor von Fin Bartels in der Nachspielzeit.

Im Oktober 2012 wurde Ebbers für dieses Verhalten vom DFB mit der DFB-Medaille Fair ist mehr ausgezeichnet.[4]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2000 Torschützenkönig der Regionalliga West/Südwest (23 Tore)
  • 2005 Aufstieg in die 1. Bundesliga mit dem 1. FC Köln
  • 2006 Aufstieg in die 1. Bundesliga mit Alemannia Aachen
  • 2010 Aufstieg in die 1. Bundesliga mit dem FC St. Pauli

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2012 ist Ebbers auch Inhaber eines Modegeschäftes im Hamburger Schanzenviertel. Unter dem Namen „Ebb + Flow“ will er sich dort ein zweites Standbein aufbauen.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Marius Ebbers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Matthias Arnhold: Marius Ebbers - Matches and Goals in Bundesliga. Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation. 19. November 2015. Abgerufen am 25. November 2015.
  2. Fort Lauderdale Strikers: Strikers sign German Bundesliga veteran forward Marius Ebbers, 25. März 2014
  3. Mit Ebbers in die Staaten spox.com, abgerufen am 17. Dezember 2015
  4. Hamburger Abendblatt: Ebbers mit Fair-Play-Preis des DFB ausgezeichnet, 16. Oktober 2012
  5. Hamburger Abendblatt: Marius Ebbers eröffnet eigenes Bekleidungsgeschäft, 13. September 2012