Marius Hulpe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Marius Hulpe auf dem Poesiefestival Berlin 2015

Marius Hulpe (* 6. Juli 1982 in Soest) ist ein deutscher Autor.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marius Hulpe ist fünftes von neun Halbgeschwistern und wuchs als jüngeres zweier Geschwister im westfälischen Soest auf. Er studierte zunächst Philosophie, Literatur- und Theater-/Medienwissenschaft in Leipzig, Potsdam und Berlin und seit 2006 Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim. Dort sowie an der Jagiellonen Universität Krakau erhielt er auch Lehraufträge, u. a. zum Themenkomplex Psychopathologische Literatur. Erstmals auf sich aufmerksam machte Hulpe bereits in den späten 90er Jahren, überwiegend mit kleinen Veröffentlichungen in regionalen Magazinen. 2008 debütierte er im Züricher Ammann Verlag mit dem vielbeachteten Gedichtband „wiederbelebung der lämmer“, über den Walter Hinck in der FAZ schrieb: "Aus diesen Gedichten spricht eine ursprüngliche poetische Ausdruckskraft...eine Stimme, die sich einprägt". Im selben Jahr noch wurde er mit dem Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstlerinnen und Künstler ausgezeichnet, den vor ihm Künstler wie Hanns-Josef Ortheil, Pina Bausch oder Thomas Kling erhielten. In der Laudatio schrieb der Autor Friedmar Apel: "Wie sich die genaue Beobachtung moderner Wirklichkeit mit poetologischer Reflexion und dem Ausdruck poetischer Lebensfreude in einer für ein Debüt ungewöhnlichen Formen- und Themenvielfalt manifestiert, hat die einmütige Bewunderung der Jury gefunden." Seine Gedichte, Essays und Erzählungen erschienen daraufhin ebenfalls im Rundfunk (u. a. im WDR) sowie in zahlreichen Magazinen, Zeitungen und Anthologien, u. a. Lyrik von Jetzt 2 (BV), Jahrbuch der Lyrik (DVA) und Fußball ist unser Lieben (Suhrkamp Verlag). 2009 trat er im Rahmen der lit.Cologne im Kölner Gloria-Theater u. a. neben der späteren Literaturnobelpreis-Trägerin Herta Müller auf, trug seine Gedichte vor und diskutierte selbstbewusst mit den etablierteren Schriftstellern über den Zustand der Welt, was den WDR dazu veranlasste, weitere seiner Gedichte mit Schauspielern im Radio zu inszenieren. Auch journalistisch trat Hulpe immer wieder in Erscheinung, etwa für SZ-Online, die Berliner Morgenpost oder das Magazin Literaturen. Nach einer Phase des zwischenzeitlichen publizistischen Rückzugs, in der er vornehmlich jüngere Autoren förderte und Anthologien herausgab, erschienen 2013 und 2014 in rascher Abfolge die Gedichtbände „Einmal werden wir“ und „Süße elektrische Nacht“.

Marius Hulpe lebt in Krakau und Soest (Westf.).

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011 ließ der Schweizer Schriftsteller Matthias Zschokke den jungen Hulpe als Figur in dem Kolportage-Roman „Lieber Niels“ (Wallstein Verlag) auftreten und skizzierte ihn unter anderem mit den Worten: "Koteletten hin oder her – ich glaube, er trug keine mehr, war jedoch piratisch unrasiert, mit Dreitagebart, sah aus wie ein wildromantischer Alain Delon. Er hat ein bezauberndes Lachen und ist umwerfend charmant ... wenn ich richtig rechne, wird er dieses Jahr sechsundzwanzig, hat aber bereits eine Biblio-/Biographie vorzulegen, die andere mit vierzig noch nicht beieinander haben. Und dazu dieses Strahlen! Auch ich würde ihn sofort verlegen. Ich denke, er wird, wenn er halten kann, was er zur Zeit verspricht, uns alle eine Weile lang betören." Doch ebenso liegt ein Schatten über der Figur Hulpes, was sich im Gespräch mit der Hauptfigur Niels verdeutlicht: "Das ist nicht nett, dass Du Hulpes Kompliment als Schleim abtust. Mit fünfundzwanzig kann man doch nicht schon so abgekocht sein?"

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]