Mark Fiore

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Mark Fiore

Mark Fiore (* 1970 in Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Polit-Cartoonist, der besonders für animierte Flash-Cartoons bekannt ist. Er lebt in San Francisco und ist Mitglied der American Association of Editorial Cartoonists.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mark Fiore wuchs in Kalifornien und Idaho, eine Kombination, die seinen Blick auf politische Theorien schärfte. Er studierte Politikwissenschaft am Colorado College und schloss 1991 mit einem Diplom ab. Der Commencement Speaker seines Jahrgangs war Dick Cheney.[1][2]

Mark Fiore begann als Karikaturist für verschiedene Zeitungen von der Washington Post bis zur Los Angeles Times. Ende der 1990er begann er während seiner Zeit als Karikaturist bei der San Jose Mercury News mit Animationen zu experimentieren. Nachdem er bei Mercury News gefeuert wurde, weil er sich nicht dem Druck beugen wollte, sanfter mit George W. Bush umzugehen, begann er sich nur noch diesem Bereich zu widmen.[1][3] Er startete als Freelancer und verkauft seitdem seine Cartoons an andere Websites oder Fernsehsender.[3] Einer seiner ersten Kunden war die Website cbs.com. Er traf damit den Nerv der Zeit und war einer der ersten Cartoonisten, die politische Karikaturen als Animationen veröffentlichten.[4]

Seine Arbeiten wurden unter anderem von den Websites des San Francisco Chronicle, Newsweek, Slate.com, CBS News, MotherJones.com, NPR und aktuell KQED genutzt. Im Fernsehen sind sie unter anderem auf CNN, Frontline, Bill Moyers Journal und Salon.com zu sehen.[1]

2010 veröffentlichte er eine Mobile App namens NewsToons, die zunächst von Apple zurückgewiesen wurde, weil sie sich über öffentliche Personen lustig machte und dies den Nutzungsbedingungen widersprach. Nachdem auf diversen Plattformen, unter anderem NeimanLab und Wired, Artikel darüber veröffentlicht wurden, kam es zu einer Welle des Protests und die App wurde in den Apple Store aufgenommen.[5][6]

2016 gewann er den Herblock Prize, benannt nach Herb Block von der Washington Post.[7]

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wallstreet Journal bezeichnete ihn einmal als „the undisputed guru“ des animierten politischen Cartoons.[8] Tatsächlich startete er seine Karriere, als Karikatur und Animation noch nebeneinander existierten. Er war damit Vorreiter für eine ganze Reihe anderer Künstler. Mark Fiore versteht sich als Anhänger des Free Speech Movements und lehnt jede Form der Einflussnahme und Zensur ab. So verteidigt er unter anderem auch die bildliche Darstellung von Mohammed sowie die Werke von Charlie Hebdo. Für seine eigenen Werke achtet er jedoch darauf, respektvoll mit anderen Kulturen, Ethnien und Religionen umzugehen.[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fiores Arbeiten wurden von der Columbia University Graduate School of Journalism und der der Online News Association mit dem Online Journalism Award ausgezeichnet. Außerdem bekam er zweimal den New Media Award der National Cartoonist Society.

2010 erhielt Fiore den Pulitzer-Preis für redaktionelle Karikaturen für seine animierten Cartoons auf sfgate.com, welche nach Ansicht der Jury mit „beißendem Witz, extensiver Recherche sowie der Fähigkeit, komplexe Themen zusammenfassen, einen hohen Standard für eine herausragende Form der Kommentierung setzen“.[9][10]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c About. Offizielle Website, abgerufen am 6. März 2018.
  2. Mark Fiore, Pulitzer Prize Winner, Talks To Colorado College. Huffington Post, 25. Mai 2011, abgerufen am 6. März 2018.
  3. a b c Michael Cavna: This year’s Herblock Prize winner says ‘Trump talks a big game,’ but Obama’s no beacon of press freedom. In: Washington Post. 24. Mai 2016, ISSN 0190-8286 (washingtonpost.com [abgerufen am 6. März 2018]).
  4. Sandy Northrop: American Political Cartoons: From 1754 to 2010. Routledge, 2017, ISBN 978-1-351-53245-7, S. 173 (google.de [abgerufen am 6. März 2018]).
  5. Laura McGann: Apple approves Pulitzer winner’s iPhone app; cartoonist now free to mock the powerful on cell phones. NiemanLab, 20. April 2010, abgerufen am 6. März 2018.
  6. Apple App Store Bans Pulitzer-Winning Satirist for Satire. In: WIRED. (wired.com [abgerufen am 6. März 2018]).
  7. Mark Fiore Presented 2016 Herblock Award. Cartoonistrights.org, abgerufen am 6. März 2018.
  8. Dean P. Turnbloom: Prizewinning Political Cartoons: 2011 Edition. Pelican Publishing Company, Inc., 2012, ISBN 978-1-58980-888-1, S. 16 (google.de [abgerufen am 6. März 2018]).
  9. The 2010 Pulitzer Prize Winners. Editorial Cartooning auf pulitzer.org (englisch), zuletzt geprüft am 10. August 2011
  10. Laura McGann: Mark Fiore can win a Pulitzer Prize, but he can’t get his iPhone cartoon app past Apple’s satire police. NiemanLab, 15. April 2010, abgerufen am 6. März 2018.