Markland

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Färöer-Briefmarke mit den Wikingerfahrten in den Nordatlantik – auf der Skálholt-Karte basierend

Markland ist ein Gebiet an der Nordostküste Nordamerikas, das um das Jahr 1000 von dem Wikinger Leif Eriksson und seinen Mannen entdeckt wurde. Es war ein flaches, bewaldetes Land, und die Wikinger tauften es Markland, was so viel wie „Waldland“ bedeutet.

Über die Fahrt der Gruppe um Thorfinn Karlsefni, kommend von Helluland, heißt es in der Eiríks saga rauða:

„Danach segelten sie mit nördlichen Winden zwei Halbtage, und dann tauchte Land vor ihnen auf, und auf diesem ein großer Wald und viele wilde Tiere. Eine Insel lag im Südosten abwärts von diesem Land. Auf dieser Insel fanden sie Bären, und so nannten sie die Insel Bjarney. Das Hauptland aber, auf dem sich der Wald befand, bezeichneten sie mit Markland. Dann, nachdem zwei Halbtage vergangen waren, sahen sie Land und segelten unter es. Dort befand sich ein Kap, auf das sie sich zubewegten. Sie kreuzten entlang des Landes und ließen es an der Steuerbordseite zurück.“[1]

Es ist nicht sicher bekannt, welchem Gebiet dieses Markland entspricht, es dürfte sich aber um die Küste Labradors handeln. Die Insel im Südosten von Markland entspricht der Belle-Insel, da Neufundland viel zu groß ist, um sie im Vorbeisegeln zu erkennen. Selbst die Belle-Insel ist mit ihren 52 km² keine kleine Insel, aber aus der Nähe und aufgrund der alleinigen Lage im Meer klar als Insel zu erkennen.

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1], Kapitel 8, 1. Hälfte des 4. Absatzes der Erikssaga in der englischen Übersetzung nach J. Sephton, 1880

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Krämer, Walter (Hrsg.): Die Entdeckung und Erforschung der Erde. F.A. Brockhaus Verlag, Leipzig, 1976.