Marko Demantowsky

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Marko Demantowsky bei der Überblicksvorlesung Public History, Universität Wien, Juni 2022

Marko Demantowsky (* 1970 in Leipzig) ist ein deutscher Historiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marko Demantowsky ist seit 2021 Universitätsprofessor für Public History am Fakultätszentrum für transdisziplinäre historisch-kulturwissenschaftliche Studien der Universität Wien.[1] Von 2012 bis 2021 war er Professor für Neuere/Neueste Geschichte und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule FHNW, zugleich Leiter der Abteilung für Didaktik der Gesellschaftswissenschaften und ihre Disziplinen und war seit 2015 Mitglied des Instituts für Bildungswissenschaften der Universität Basel[2][3]. 2007 bis 2012 war er als Juniorprofessor an den Ruhr-Universität Bochum sowie als Vertretungsprofessor an den Universitäten Jena und Siegen tätig. Wissenschaftlicher Mitarbeiter zuvor an den Universitäten Leipzig, Dortmund und Münster.[4]

Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte bilden die digitale Transformation der Public History, die (digitale) Kulturanthropologie der Public History sowie weiterhin die Theorie und Geschichte der historischen Bildung.[5]

Neben der akademischen steht auch eine publizistische Tätigkeit[6][7].

Marko Demantowsky hat am Aufbau mehrsprachiger Infrastrukturen im Bereich der digitalen Geschichte wesentlich mitgewirkt, und zwar des Index Didacticorum[8], der Open-Peer-Review-Zeitschrift Public History Weekly, des Geschichtstalks im Super7000 (GTS7000)[9][10] sowie der polnisch-deutschen Geschichtsplattform #projektODRA[11]. Er bloggt privat unter meine paralipomena[12].

Marko Demantowsky ist in Delitzsch aufgewachsen, wo er 1989 am Christian-Gottfried-Ehrenberg-Gymnasium (seinerzeit EOS) sein Abitur erlangte.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Was macht die Digitalisierung mit den Hochschulen. Hg. zusammen mit Gerhard Lauer, Bert te Wildt, Robin Schmidt. De Gruyter Oldenbourg. Berlin 2020. ISBN 978-3-11-067322-7.
  • Public History and School. International Perspectives. De Gruyter, Berlin/Boston 2018, ed., ISBN 978-3-11-046368-2.
  • Geschichte lernen im digitalen Wandel. De Gruyter Oldenbourg, Berlin/München/Boston 2015, hrsg. mit Christoph Pallaske, ISBN 978-3-486-76136-8.
  • Geschichtslernen in biographischer Perspektive. Nachhaltigkeit – Entwicklung – Generationendifferenz. Vandenhoeck&Ruprecht, Göttingen 2014 (hrsg. mit Michael Sauer u. a.), ISBN 978-3-8471-0309-7.
  • Forschungsmethoden und Forschungsstand in den Didaktiken der kulturwissenschaftlichen Fächer. Projektverlag, Bochum/Freiburg Br. 2013 (hrsg. mit Bettina Zurstrassen), ISBN 978-3-89733-318-5.
  • Zur Professionalisierung von Geschichtslehrerinnen und Geschichtslehrern – nationale und internationale Perspektiven. Vandenhoeck&Ruprecht, Göttingen 2013 (hrsg. mit Susanne Popp u. a.), ISBN 978-3-8471-0087-4.
  • Selbstdeutung und Fremdkonzept. Die Didaktiken der kulturwissenschaftlichen Fächer im Gespräch. Projektverlag, Bochum/Freiburg Br. 2011 (hrsg. mit Volker Steenblock), ISBN 978-3-89733-241-6.
  • Zeitgeschichte – Medien – Historische Bildung. Vandenhoeck&Ruprecht, Göttingen 2010 (hrsg. mit Susanne Popp u. a.), ISBN 978-3-86234-653-0.
  • August Ludwig von Schlözer, Vorbereitung zur Weltgeschichte für Kinder. Ein Buch für Kinderlehrer. Mit einem Nachwort von Horst Walter Blanke. Vandenhoeck&Ruprecht, Göttingen 2011 (mit Susanne Popp), ISBN 978-3-525-35844-3.
  • Neue geschichtsdidaktischen Positionen. Projektverlag, Bochum/Freiburg Br. 2002 (hrsg. mit Bernd Schönemann), ISBN 978-3-89733-080-1.
  • Philosophieren auf dem zweiten Bildungsweg. Texte für den Unterricht. Dortmund 2006 (hrsg. mit Hans-H. Hücking und Björn Kian), ISBN 978-3-00-018238-9.
  • Zeitgeschichte und Geschichtsdidaktik. Schnittmengen – Problemhorizonte – Lernpotential. Projektverlag, Bochum/Freiburg Br. 2004 (hrsg. mit Bernd Schönemann), ISBN 978-3-89733-107-5.
  • Die Geschichtsmethodik in der SBZ und DDR – ihre konzeptuelle, institutionelle und personelle Konstituierung als akademische Disziplin 1945–1970. Schulz-Kirchner, Idstein/Ts. 2003, ISBN 978-3-8248-0370-5.
  • Das Geschichtsbewußtsein in der SBZ und DDR. Historisch-didaktisches Denken und sein geistiges Bezugsfeld unter besonderer Berücksichtigung der Sowjetpädagogik (1946–1973). Bibliographie und Bestandsverzeichnis. Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung, Berlin 2000, ISBN 978-3-88494-208-6.
  • Geschichtspropaganda und Aktivistenbewegung in der SBZ und frühen DDR. Eine Fallstudie. Lit-Verlag, Berlin 2000, ISBN 978-3-8258-5091-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Neue Professuren im Oktober, Pressemitteilung der Universität Wien. Abgerufen am 7. Oktober 2021.
  2. Leitung / Management: Marko Demantowsky | Didaktik der Gesellschaftswissenschaften. Abgerufen am 9. April 2019 (deutsch).
  3. Institutsversammlung | Institut für Bildungswissenschaften. Abgerufen am 9. April 2019.
  4. Marko Demantowsky – Humanities Commons. Abgerufen am 9. April 2019 (amerikanisches Englisch).
  5. Personalseite Wien. Abgerufen am 10. August 2021.
  6. Geschichte - Jubiläumitis in Sicht. 1989 – global komplex. Abgerufen am 9. April 2019.
  7. Marko Demantowsky – Merkur. Abgerufen am 9. April 2019 (deutsch).
  8. historicum.net: Classification. Abgerufen am 4. Dezember 2020 (deutsch).
  9. Gerda Henkel Stiftung: #gts7000. Der Geschichtstalk. Abgerufen am 9. April 2019.
  10. Der Geschichtstalk im Super7000 – Historische Wissenschaftskommunikation für die Zukunft. Abgerufen am 9. April 2019 (deutsch).
  11. YouTube-Kanalinfo. Abgerufen am 4. Dezember 2020 (deutsch).
  12. meine paralipomena. Abgerufen am 21. April 2019 (deutsch).