Marko Letonja

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Marko Letonja (* 12. August 1961) ist ein slowenischer Dirigent.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Lebenslauf[1] ist bisher wenig bekannt: Erst als er fast 50 Jahre alt war, wurde die Musikwelt auf ihn aufmerksam.[2] Nach eigenen Aussagen liegen die Wurzeln für seine Musikbegeisterung in der Rockmusik. Seinen ersten Klavierunterricht erhielt er mit elf Jahren. Zum Leidwesen seiner Eltern, denen es schwerfiel, für ihn ein Klavier zu kaufen, übte er nicht täglich – Rockmusik schien ihm mit 13 noch viel natürlicher, richtiger zu sein. Für die klassische Musik wurde er durch den Musiklehrer an der Schule gewonnen, der ihn nach zwei Monaten Dirigierunterricht das Konzert des Schulorchesters leiten ließ (dazu das Interview 2012 bei der Übernahme der Chefposition im Tasmania Orchestra 2012). Das Studium begann er bei Anton Nanut an der Musikakademie in Ljubljana. Das Dirigierstudium bei Otmar Suitner an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien wurde 1989 abschlossen.

Von 1991 bis 2003 war er musikalischer Direktor bei der Slowenischen Philharmonie in Ljubljana. Von 2003 bis 2006 war er Chefdirigent und Musikdirektor des Sinfonieorchesters Basel und der Theater Basel. Gegenwärtig spielt das Sinfonieorchester Basel unter Marko Letonja das symphonische Gesamtwerk von Felix Weingartner bei CPO ein. 2008 bis 2011 ist er Principal Guest Conductor des Orchestra Victoria Melbourne.

2011 dirigierte Letonja an der Staatsoper in Stuttgart drei Vorstellungen der legendären Traviata-Inszenierung von Ruth Berghaus sowie ein Sinfoniekonzert.[3] Im Sommer 2011 wurde er zum Musikdirektor der Straßburger Philharmoniker ernannt. Dann kamen in schneller Folge Gastdirigate an der Mailänder Scala Les contes d’Hoffmann, an der Wiener Staatsoper, in Lissabon (gesamter Ring), Hamburg, Australien und Neuseeland. 2012 wurde er zum Chefdirigenten des Tasmanischen Orchesters ernannt.

Ab Saison 2018/19 ist Marko Letonja Generalmusikdirektor der Bremer Philharmoniker in der Nachfolge für Markus Poschner.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lebenslauf
  2. Interview 27. März 2012, ABC
  3. Siehe als Referenz für die Lebensdaten: Programmheft des Staatstheaters Stuttgart vom 7. Oktober 2011.