Sinfonieorchester Basel

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Das Sinfonieorchester Basel (SOB) ist eines der ältesten Orchester der Schweiz. Das rund hundertköpfige Berufsorchester spielt eigene Konzertreihen sowie Gastkonzerte im In- und Ausland und wirkt regelmässig an Ballett- und Opernproduktionen des Theater Basel mit. Chefdirigent ist seit 2009 der renommierte amerikanische Dirigent und Pianist Dennis Russell Davies. Ab der Saison 2016/17 wird der Brite Ivor Bolton neuer Chefdirigent und Michał Nesterowicz 1. Gastdirigent.

Das Sinfonieorchester Basel

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gründung des Orchesters geht auf das Jahr 1876 zurück. Sie fällt damit in das Baujahr des Musiksaals im Stadtcasino Basel, der auch heute noch die Spielstätte des Ensembles ist. Unter den Dirigenten, die dem Sinfonieorchester Basel eng verbunden waren oder es noch sind, finden sich Namen wie Johannes Brahms, Felix Weingartner, Gustav Mahler, Wilhelm Furtwängler, Antal Doráti, Gary Bertini, Walter Weller, Armin Jordan, Horst Stein, Otto Klemperer, Nello Santi, Pierre Boulez und Valery Gergiev. Eine ganze Reihe bedeutender Werke des 20. Jahrhunderts – unter anderem von Béla Bartók, Arthur Honegger und Bohuslav Martinů – wurden vom Sinfonieorchester Basel uraufgeführt. 1997 fusionierte das Basler Sinfonie-Orchester mit dem Radio Sinfonieorchester Basel. Dabei wurde für das Ensemble der heute gültige Name gefunden: Sinfonieorchester Basel. Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Orchesters war 2012 die Ablösung von der langjährigen Veranstalterin AMG (Allgemeine Musikgesellschaft (Basel)) und der gleichzeitige Aufbau einer eigenen Abonnement-Reihe. Seit ein paar Jahren zeigt das Sinfonieorchester Basel vermehrt auch internationale Präsenz. So führte beispielsweise 2010 sowie 2015 eine Tournee das Sinfonieorchester Basel nach China und Südkorea, und im Herbst 2012 gab das Orchester zwei Gastspiele in St. Petersburg und Moskau. Im Frühling 2014 reiste das Orchester nach England, wo es in London, Cambridge, Basingstoke, Coventry und Cardiff auftrat. Aufgrund des grossen Erfolgs bereist das Sinfonieorchester Basel auch im Herbst 2015 England und Irland und spielt fünf Konzerte in London, Cheltenham, Leeds und Dublin.

Der aktuelle Chef-Dirigent Dennis Russell Davies

Chefdirigenten des Sinfonieorchesters Basel:

Die Konzertmeister der Saison 2015/16 sind Axel Schacher und Soyoung Yoon.

Das Repertoire des Sinfonieorchesters Basel ist breit gefächert: Es reicht von der Wiener Klassik über die Romantik bis hin zu Kompositionen der jüngsten Moderne. Auch neue Konzertformen werden gesucht und Koproduktionen mit Jazz-, Rock- oder Techno-Acts realisiert. Unter Dennis Russell Davies wird das Repertoire laufend ausgebaut. Schwerpunkte sind unter seinem Dirigat nebst Klassikern der Moderne auch Werke von schweizerischen und amerikanischen Komponisten. Davies und das Sinfonieorchester Basel pflegen eine enge Zusammenarbeit mit der Paul-Sacher-Stiftung Basel. Zahlreiche CD-Produktionen dokumentieren das Schaffen des Sinfonieorchesters Basel. Gegenwärtig widmet sich das Orchester unter seinem Chefdirigenten Gesamteinspielungen der Sinfonien von Franz Schubert und Arthur Honegger sowie den drei grossen Ballettmusiken von Igor Strawinsky.

Aktivitäten Saison 2015/16[Bearbeiten]

Das Sinfonieorchester Basel spielt in der Saison 15/16 dreizehn selbst veranstaltete Sinfoniekonzerte SOB mit acht unterschiedlichen Programmen. Es treten internationale Gastsolisten wie Renaud Capuçon, Olga Pasichnyk, Ronald Brautigam, Sol Gabetta, Martin Grubinger, Xavier de Maistre oder Emanuel Ax auf. Dirigiert wird das Orchester nicht nur von seinem Chefdirigenten Dennis Russell Davies sondern auch von Diego Matheuz und Hans-Christoph Rademann sowie vom neu gewählten Chefdirigenten ab Sommer 2016, Ivor Bolton, und Michał Nesterowicz, dem 1. Gastdirigenten ab Sommer 2016. Für zwei Konzerte finden zudem Entdeckerkonzerte statt, in welchen das Publikum durch kleine Konzerte, Filme, Einführungen, Hörschnipsel oder Ausstellungen auf das Programm eingestimmt wird. Nebst den Sinfoniekonzerten, welche als Aushängeschild fungieren, spielt das Sinfonieorchester drei Cocktailkonzerte: In ungezwungener Atmosphäre, vielleicht mit einem Cocktail in der Hand, im Ambiente des einzigartigen Salle Belle Epoque des Grand Hotel Les Trois Rois. Hier sollen die goldenen 20er-Jahre bis zu den Swinging Fifties neu aufleben. Weitere Programmpunkte stellen die Cube Sessions, Late Night-Konzerte in Club-Atmosphäre, dar. Für das junge und jüngste Publikum spielt das Sinfonieorchester Basel Familien- und mini.musik-Konzerte. In Partnerschaft mit der Basler Papiermühle werden zudem vier literarische Kammerkonzerte der Reihe "Schwarz auf Weiss" durchgeführt. In ihre zweite Saison starten die kammermusikalischen "Promenaden" im Gare du Nord (Basel) sowie kommentierte Konzerte für Schulklassen und die stets gut besuchten offenen Probenbesuche über Mittag "Punkt 12".

Literatur[Bearbeiten]

  • Tilman Seebass: 100 Jahre AMG - Die Allgemeine Musikgesellschaft Basel 1876–1976.
  • Rudolf Häusler: AMG - Allgemeine Musikgesellschaft Basel 1976–2001: Eine Festschrift zum 125-Jahr-Jubiläum.
  • Dr. Hans Ziegler: Geschichte der Basler Orchester-Gesellschaft 1922–1970. Verlag Krebs AG, Basel.
  • Sigfried Schibli: Geschichte der Basler Orchester-Gesellschaft 1971–2003. Verlag Krebs AG, Basel 2009.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Die Aufnahmen "A different Schumann Vol. 1-3" erhielten den Diapason d’or im Mai 2004. Ebenfalls einen Diapason d'Or erhielt die Einspielung "Felix Weingartner: Sinfonische Werke I" im September 2005. „Le Sacre du Printemps“ wurde mit dem Supersonic-Preis ausgezeichnet und für den ICMA Music Award 2015 nominiert.

Diskographie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Offizielle Website des Sinfonieorchesters Basel [1]
  • Offizielle Website des Sinfonieorchesters Basel in Englisch [2]
  • Facebook Page des Sinfonieorchesters Basel [3]
  • Twitter Account des Sinfonieorchesters Basel [4]