Markus Karstieß

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Markus Karstieß porträtiert von Oliver Mark, Düsseldorf 2011

Markus Karstieß (* 1971 in Haan/Rhld.) ist ein deutscher Bildhauer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karstieß studierte von 1992 bis 1998 an der Kunstakademie Düsseldorf in der Klasse von Jannis Kounellis, welche er als Meisterschüler und mit einem Akademiebrief verließ. In den Jahren von 2008 bis 2012 hatte er die künstlerische Leitung des Kunstvereins Schwerte zusammen mit Christian Freudenberger inne. Im Laufe seiner künstlerischen Karriere erhielt Karstieß zahlreiche Stipendien, stellte sowohl auf nationalem als auch auf international Boden aus und wird seit 2007 in Düsseldorf von Van Horn vertreten und in London von Ancient & Modern. Markus Karstieß lebt und arbeitet in Düsseldorf.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karstieß plastische Arbeiten werden vor allem durch seine Hände geformt. Der Handabdruck ist daher inhaltlich immer präsent und formal bestimmend. Karstieß setzt sich vornehmlich mit keramischen Materialien auseinander und nutzt für das Brennen seiner Objekte verschiedene Techniken wie z. B. die alte japanische Raku-Technik oder alte arabische Lüstertechniken. Häufiger Bestandteil seines Schaffensprozesses ist das Zerlegen und das erneute Zusammensetzen der Einzelteile zu einem neuen Ganzen. Sein inhaltliches Œuvre erstreckt sich über die Werkreihe Fetisch, die verstärkte Kritik erfahren hat, über seine Spiegel bis hin zu großen Rauminstallationen wie die Arbeit Kammer.[1]

Im Jahr 2016 kooperierte er mit dem Düsseldorfer Künstler Christian Jendreiko im Werk Soft Revolution. In einer Ankündigung des Dortmunder Kunstvereins heißt es:

„Wie von einem anderen Planeten erscheinen die Klänge in der Performance Soft Revolution von Markus Karstieß (*1971 in Haan/ Rhld.) und Christian Jendreiko (* 1969 in Recklinghausen). Die Tensegrity-Strukturen von Richard Buckminster Fuller und Kenneth Snelson verwendend, haben die beiden Künstler ein Saiteninstrument konzipiert, das drei Kräftefelder in Interaktion treten lässt: Den Menschen, das Artefakt und das Spiel mit den natürlichen Kräften von Zug/Gegenzug.“

[2]

Stipendien und Anerkennungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1998/99 DAAD New York City, USA
  • 2002 Else-Heiliger-Fonds, Berlin
  • 2005 Gastatelier Raketenstation Insel Hombroich, Neuss
  • 2006 Stipendium der Kunststiftung NRW
  • 2007/08 Art Commission Project Subway Birkenstr, Düsseldorf
  • 2009 Katalogstipendium, WestLB & Catalogue grant, Kunststiftung NRW
  • 2010 Artist in Residence, Kulturzentrum Andratx, Spanien
  • 2011 Projektstipendium für ein Jahr / 3+1 Ausstellung im Kunstverein Schwerte, Stiftung Sparda-Bank West
  • 2013 Lipman Artist in Residence, Newcastle University, UK
  • 2014 Casa Baldi, Deutsche Akademie Rom Villa Massimo
  • 2014 Artist in Residence, Beyond Entropy, Sardinia

Öffentliche Sammlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016 Luster, Clay in Sculpture today, Fundament Foundation at park De Oude Warande, Tilburg, NL
  • 2016 Irden, Pavillion Raketenstation Hombroich, Neuss, DE (s)
  • 2016 Soft Revolution, Performance w/Christian Jendreiko, Dortmunder Kunstverein, Dortmund, DE (2017 erschien CD dazu)
  • 2016 New Sculpture from Germany, Goethe-Institut Hong Kong, CH
  • 2015 Skulptur 2015, Skulpturenmuseum Glaskasten, Marl, DE
  • 2015 Terrapolis, curated by Iwona Blazwick, collaboration of NEON & the Whitechapel Gallery, Athens, French School, Athens, GR
  • 2015 Markus Karstieß zeigt Claudio Abate/Robert Smithson, VAN HORN, Düsseldorf, DE (cat.) (solo)
  • 2014: Hello Darkness, Middlesbrough Institute of Modern Art, UK
  • 2014: Boxes & Corners, Hatton Gallery Newcastle, UK
  • 2014: Keramische Räume – Fontana, Prangenberg, Trockel, Schütte, Karstieß, Museum Morsbroich Leverkusen,DE, kuratiert von Markus Heinzelmann
  • 2014: Living in the Material World, Haus Lange/Esters, Krefeld, DE
  • 2014: Living in the Material World, Galerie im Taxispalais, Innsbruck, AT
  • 2010: Neues Rheinland. Die postironische Generation, Museum Morsbroich, Leverkusen, DE, kuratiert von Markus Heinzelmann & Stefanie Kreuzer
  • 2010: Silent Revolution, K21 Kunstsammlung NRW im Ständehaus, Düsseldorf, DE, sculpture garden curated by Doris Krystof, Markus Karstieß & Moritz Wesseler
  • 2009: Nacht Ego, Museum Baden, Solingen, DE, kuratiert von Gisela Elbracht-Iglhaut

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Markus Karstieß: Doris Krystof. In: Markus Heinzelmann (Hrsg.): Neues Rheinland. Die postironische Generation. 2010, S. 113.
  2. [1]