Markus Reiter (Politiker)

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Markus Reiter (* 8. Juni 1971 in Gmunden) ist ein österreichischer Politiker, Mitbegründer der Sozialorganisation neunerhaus und Sozialökonom. Seit dem 30. November 2017 ist er als Nachfolger von Thomas Blimlinger[1] Bezirksvorsteher des 7. Wiener Gemeindebezirks Neubau.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1990 begann er an der Universität Linz mit dem Studium der Sozialwirtschaft, in Rahmen dessen er auch ein Jahr an der Justus-Liebig-Universität Gießen absolvierte. 1996 zog er nach Wien, genauer in eine Neubauer Wohngemeinschaft. Markus Reiter ist verheiratet und Vater dreier Kinder.

Politik und Zivilgesellschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als gebürtiger Gmundner startete Markus Reiter seine politische Laufbahn in Oberösterreich und ist seit 1989 bei den Grünen aktiv. Während des Studiums war Markus Reiter sozial- und gesellschaftspolitisch engagiert und setzte sich für ökologische Initiativen ein. Neben dem Studium arbeitete er 1994 an der Kunstuni Linz beim Ausstellungsprojekt „Netz Europa“ von Helmuth Gsöllpointner mit. Von 1991 bis 1992 war er stellvertretender Vorsitzender der ÖH an der Uni Linz und 1993 Mitbegründer von SOS Mitmensch Oberösterreich.[2] Er arbeitete zudem im Parlamentsklub der Grünen am Modell der Grünen Grundsicherung mit. Im Winter 1998 war Reiter Teil einer BürgerInneninitiative, die sich mit der Situation obdachloser Menschen am Wiener Franz-Josephs-Bahnhof befasste. Im September 1999 entstand daraus der Verein „neunerhaus“, dessen Obmann und Geschäftsführer Reiter wurde.[3] 2001 eröffnete das erste Wohnhaus, das durch den Verein betrieben wurde. Es folgten zwei weitere Häuser, mobile Betreuung durch Housing First und eine umfangreiche medizinische Versorgung. Reiter setzte sich in der gesamten Wiener Wohnungslosenhilfe für Unterstützung, soziale Rechte und Stärkung der Eigenverantwortung ein[4] und setzte sich für soziale Rechte für obdachlose EU-Bürgern ein.[5] Heute versorgt das neunerhaus jährlich nach eigenen Angaben etwa 4.500 obdachlose Menschen.

Seit 2011 ist Markus Reiter Bezirksrat und Vorsitzender der Sozialkommission im siebten Wiener Gemeindebezirk[6].

Im Herbst 2017 übernahm Reiter das Amt des Bezirksvorstehers von Thomas Blimlinger.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thomas Blimlinger gibt Abschied aus Bezirkspolitik bekannt. OTS-Meldung vom 27. September 2017, abgerufen am 6. Oktober 2017.
  2. Lebenslauf und Porträt von Markus Reiter auf der Website der Neubauer Grünen, abgerufen am 6. Oktober 2017.
  3. Entstehungsgeschichte (Memento des Originals vom 4. Oktober 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.neunerhaus.at. Neunerhaus Entstehungsgeschichte auf der Website des Neunerhauses
  4. "Weil wohnen ein Grundrecht jedes Menschen ist (Memento des Originals vom 1. Dezember 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.neunerhaus.at. Bericht in der Tageszeitung KURIER, abgerufen am 6. Oktober 2017.
  5. "So erzeugt man Obdachlosigkeit. Gastkommentar von Markus Reiter im DER STANDARD, vom 11. September 2017, abgerufen am 6. Oktober 2017.
  6. Bezirksvertretung Neubau. Liste der Mandatare der Bezirksvertretung Neubau, abgerufen am 6. Oktober 2017.
  7. "Neubauer Bezirkschef Reiter: Sozioökonom, der am Skilift zum Grünen wurde - derstandard.at/2000068753836/Bezirksvorsteher-Markus-ReiterSoziooekonom-wurde-auf-Skilift-zum-Gruenen. Kopf des Tages, DER STANDARD, vom 30. November 2017, abgerufen am 30. November 2017.