Markus Schollmeyer

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Markus Schollmeyer (* 1969 in München) ist ein deutscher Gerechtigkeitsforscher, Rechtsanwalt, Autor. Bekannt wurde er durch seine Buchveröffentlichungen, insbesondere durch Anklage, wodurch er auch Gast verschiedener Talkshows und Radiosendungen war. Im Jahr 2010 gründete er das private Institut für Gerechtigkeitsforschung Aequalitas, um seine langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet der Gerechtigkeitsforschung zu institutionalisieren.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Markus Schollmeyer studierte Rechtswissenschaften in München, Hamburg und Los Angeles (USA). Während seiner Studienzeit in Los Angeles absolvierte er auch eine Schauspielausbildung für Prozessanwälte. Mit einem Aufbaustudium zum Wirtschaftsjuristen an der Steuer- & Wirtschaftsakademie (SWA) und mehreren Lehrgängen an der Journalistenakademie Dr. Hooffacker in München schloss er seine Ausbildung ab. Seit 1999 ist er als Rechtsanwalt, Strafverteidiger und Dozent zu unterschiedlichen Themen der Rechtswissenschaften tätig, u. a. Forschungskooperationspartner der Ludwig-Maximilians-Universität München an der Fakultät Wirtschaftswissenschaften/ Marktorientierte Unternehmensführung. Daneben wird er auch in Nebenrollen bei bekannten Fernsehserien besetzt, z. B. 2008 bei SOKO 5113 (Strafverteidiger) oder 2011 bei Der Alte (Richter).

Gerechtigkeitsforschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund von Erfahrungen in seiner Zeit als Strafverteidiger begann er sich mit dem Thema Gerechtigkeit zu befassen. Er untersuchte dabei das menschliche Gerechtigkeitsgefühl als Beurteilungsmaßstab und Grundlage von Entscheidungen. Dabei gewann er die Erkenntnis, dass die stetig zunehmenden Informationsströme in Menge und Komplexität von Menschen nicht mehr ausreichend verarbeitet werden. Dies führt zu einer Dominanz von sogenannten „Bauchentscheidungen“, die die Bewertung von Situationen und Menschen im Hinblick auf Zufriedenheit oder Ablehnung bestimmen.

In der Gerechtigkeitsforschung unterscheidet Schollmeyer daher Recht und Gerechtigkeit, wobei er Gerechtigkeit weiter in zwei große Hauptbereiche, die Justiz (justice) und Harmonie (fairness) einteilt. Markus Schollmeyer entwickelte bei seinen Studien eine Formel für persönlichen Stärke, ein Modell zur Abbildung des menschlichen Gerechtigkeitsgefühls sowie die Funktionsweisen nach drei typisierten Akteuren. Diese werden nach deren impliziten bzw. unbewussten Aspekten auf Basis neuropsychologischer Erkenntnisse zu einer Entscheidung ermittelt.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anklage: Im Auftrag der Gerechtigkeit. Irisiana Verlag, München 2010, ISBN 978-3-424-15076-6
  • Fight for Yourself: Erfolgreiche Strategien gegen die Ungerechtigkeiten im Leben. Irisiana Verlag, München 2009, ISBN 978-3-424-15038-4
  • Arbeitsrecht für Führungskräfte. Eigenverlag, Home Shopping Europe, Ismaning 2006

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]