Marte Huke

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Marte Huke (* 9. März 1974 in Lørenskog bei Oslo) ist eine norwegische Lyrikerin. Sie ist eine Schwester der Jazzvokalistin Kirsti Huke.

Sie wuchs in Melhus bei Trondheim auf, studierte Germanistik und Literaturwissenschaft an der Universität in Bergen und besuchte dort auch die sogenannte Skrivekunstakademiet (Schreibkunstakademie). Im Herbst 2000 schrieb sie sich für den zweijährigen Studiengang „Literarische Gestaltung“ an der Universität Göteborg in Schweden ein.

Unmittelbar nach Abschluss dieses Studiums debütierte Huke mit dem Gedichtzyklus Delta (2002). Unsentimentale, dabei bildlich beeindruckende Naturgedichte zeichnen in diesem Band die Bewegung eines Flusslaufs nach und konfrontieren zwei Sprachen miteinander: die der Geographie und der Liebe. Mit den Mitteln der Poesie untersucht Huke die Möglichkeiten und Grenzen scheinbar heterogener Zeichensysteme – und führt nicht zuletzt die Schönheit ihrer gegenseitigen Durchdringung vor. In Kooperation mit dem Musiker Øyvind Brantsegg hat Huke die Gedichte aus Delta später zu einem Werk für Chor und Computer umgearbeitet, das im Herbst 2002 in Trondheim seine Uraufführung erlebte.

In ihrem zweiten Gedichtband Se sol (wörtlich: Sieh Sonne, 2004) tritt eine unter anderem an Inger Christensen erinnernde Schriftthematik in den Mittelpunkt, die in Delta bereits ihren Anfang nahm. Nach zwei weiteren Gedichtbänden – Ta i mot (2008) und De fire årstidene (2011) – erschien im Herbst 2015 ihr erster Roman mit dem Titel Naturhistorie.

Marte Huke war von 2003 bis 2009 an der Organisation des Æ Å Trondheim Litteraturfestivals beteiligt. Sie lebt heute in Trondheim und Berlin.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]