Martin Schalling der Ältere

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Martin Schalling der Ältere (* ? in Ortenberg (Hessen); † 27. Februar 1552 in Straßburg) war reformierter Theologe und Reformator.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Freund Martin Bucers kam Martin Schalling der Ältere nach Straßburg. Seit 1537 war er Diaconus an Jung-St. Peter. Graf Wilhelm von Fürstenberg berief ihn 1542 nach Wolfach. Jährlich visitierte er die Gemeinden der fürstenbergischen Herrschaft Kinzigtal zusammen mit Kaspar Hedio, der ihn dem Grafen empfohlen hatte.

Da er auf Lebenszeit angestellt war, konnte er auch nach dem Augsburger Interim dort bleiben, zog es aber 1549 vor, nach Straßburg zurückzugehen. Von dort aus führte er die Reformation in Weitersweiler durch. Für seinen Sohn Martin Schalling der Jüngere schrieb er auf Bucers Veranlassung 1550 die Schrift „De corpore et sanguine Christi in Eucharistia institutio“, die dieser nach 25 Jahren in Wittenberg 1576 veröffentlichte.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joh. Schneider: Schalling, Martin. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 30, Duncker & Humblot, Leipzig 1890, S. 566–569.
  • F. Medicus: Geschichte der evangelischen Kirche im Königreich Bayern. Erlangen 1863
  • Ph. Wackernagel: Bibliographie. Leipzig 1855, S. 368
  • K. Schottenloher: Die Widmungsvorrede des 16. Jhs. Reformationsgeschichtliche Studien und Texte 76/77. Münster 1953, S. 143