Durbach

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde in Baden-Württemberg. Zum südafrikanischen Squashspieler siehe Rodney Durbach.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Durbach
Durbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Durbach hervorgehoben
Koordinaten: 48° 30′ N, 8° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Ortenaukreis
Höhe: 208 m ü. NHN
Fläche: 26,33 km²
Einwohner: 3851 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 146 Einwohner je km²
Postleitzahl: 77770
Vorwahl: 0781
Kfz-Kennzeichen: OG, BH, KEL, LR, WOL
Gemeindeschlüssel: 08 3 17 021
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Tal 5
77770 Durbach
Webpräsenz: www.durbach.de
Bürgermeister: Andreas König
Lage der Gemeinde Durbach im Ortenaukreis
Ill (Elsass) Ill (Elsass) Frankreich Landkreis Rastatt Baden-Baden Landkreis Calw Landkreis Emmendingen Landkreis Freudenstadt Rheinau (Baden) Lauf (Baden) Sasbach Landkreis Rastatt Landkreis Rottweil Schwarzwald-Baar-Kreis Achern Achern Achern Appenweier Bad Peterstal-Griesbach Berghaupten Biberach (Baden) Durbach Ettenheim Fischerbach Friesenheim (Baden) Gengenbach Gutach (Schwarzwaldbahn) Haslach im Kinzigtal Hausach Hofstetten (Baden) Hohberg Hornberg Kappel-Grafenhausen Kappel-Grafenhausen Kappelrodeck Willstätt Kehl Kehl Kippenheim Kippenheim Kippenheim Lahr/Schwarzwald Lauf (Baden) Lauf (Baden) Lautenbach (Ortenaukreis) Mahlberg Mahlberg Mahlberg Meißenheim Mühlenbach (Schwarzwald) Neuried (Baden) Nordrach Oberharmersbach Oberkirch (Baden) Oberkirch (Baden) Oberkirch (Baden) Oberkirch (Baden) Oberwolfach Offenburg Ohlsbach Oppenau Ortenberg (Baden) Ottenhöfen im Schwarzwald Renchen Renchen Ringsheim Ringsheim Rust (Baden) Rheinau (Baden) Rheinau (Baden) Rheinau (gemeindefreies Gebiet) Sasbach Sasbach Sasbach Sasbachwalden Schuttertal Schutterwald Schwanau Seebach (Baden) Seelbach (Schutter) Steinach (Ortenaukreis) Willstätt Willstätt Wolfach Zell am Harmersbach RheinKarte
Über dieses Bild

Durbach ist eine Gemeinde im Ortenaukreis in Baden-Württemberg (Deutschland).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wein- und Erholungsort Durbach mit einer Gemarkungsfläche von 2.633 Hektar an der Badischen Weinstraße, liegt in der Vorbergzone zwischen Rheinebene und Schwarzwald, etwa sieben Kilometer von der Kreisstadt Offenburg entfernt. Eingebettet in Rebhänge und insgesamt 42 Seitentäler erstreckt sich Durbach entlang dem gleichnamigen Bach.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ebersweier

Die Gemeinde gliedert sich in den Ortsteil Durbach mit 2664 Einwohnern und in den Ortsteil Ebersweier (1243 Einwohner), der 1973 im Zuge der Gebietsreform eingemeindet wurde. Zur Gemeinde Durbach gehören 47 Dörfer, Weiler, Zinken, Höfe und Häuser.

Siehe auch: Liste der Orte im Ortenaukreis

Im Gemeindeteil Durbach liegen die abgegangenen Ortschaften Buchenbronn, Starzengrund und Stollenweier.[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an Appenweier, im Osten an die Stadt Oberkirch, im Süden an die Stadt Gengenbach und an Ohlsbach und im Westen an die Kreisstadt Offenburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durbach gehörte früher zum Landkreis Offenburg, der 1973 im neuen Ortenaukreis aufging. Am 1. Januar 1973 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Ebersweier eingemeindet.

siehe auch Burg Staufenberg, Ruine Stollenburg, Burg Wiedergrün

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durbach Bevölkerungsentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg.[3]

Jahr Einwohnerzahl
1871 2500
1880 2523
1890 2532
1900 2560
1910 2586
1925 2577
1933 2683
1939 2688
1950 2927
1956 3003
1961 3062
1966 3233
1970 3182
31. Dezember 1975 3490
31. Dezember 1980 3590
Jahr Einwohnerzahl
1985 3676
31. Dezember 1990 3827
31. Dezember 1995 3815
31. Dezember 2000 3901
31. Dezember 2005 3915
31. Dezember 2010 3814
31. Dezember 2013 3824
Östlicher Teil von Durbach, Blick vom Weinlehrpfad. In der Bildmitte die Winzergenossenschaft

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 führte bei einer Wahlbeteiligung von 64,4 % zu folgendem Ergebnis:[4]

7
7
Von 14 Sitzen entfallen auf:
Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 64,4 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
47,7 %
52,3 %
Gewinne/Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
-2,9 %p
+2,9 %p
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Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1939–1945: Josef Anton Huber
  • 1945–1946: Josef Singler
  • 1946–1948: Franz Xaver Müller
  • 1948–1969: Andreas Glanzmann
  • 1969–1993: Hans Weiner
  • 1993–2001: Wolfgang Pühler
  • 2001–2014: Toni Vetrano
  • 2014 bis heute: Andreas König

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durbach unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Stadt Offenburg und den Gemeinden Hohberg, Ortenberg und Schutterwald hat die Gemeinde eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Staufenberg

Die Veranstaltungsreihe Kultur im Schloss umfasst Autorenlesungen und Konzerte. Das Herbstfest auf Schloss Staufenberg (zweites Oktoberwochenende) widmet sich jedes Jahr einem anderen Thema. 2006 stand es unter dem Motto 200 Jahre Baden. 2007 wurde der 225. Geburtstag des Klingelberger Rieslings gefeiert.

Auch die Staufenburg-Klinik bietet Patienten, und Besuchern ein Kulturprogramm mit Konzerten und Ausstellungen.

Theater und Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2002 und 2005 war Schloss Staufenberg Kulisse eines Freilichttheaterstückes.

Skulpturenpark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südlich der Staufenburg-Klinik liegt der weitläufige Skulpturenpark Durbach mit 73 Werken internationaler Bildhauer.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wirtschaftliche Grundlage der Gemeinde basiert auf Weinbau/Landwirtschaft, Tourismus und Fachkliniken. Ergänzt wird diese Struktur durch rund 100 Gewerbebetriebe, wovon die meisten fünf bis 15 Mitarbeiter beschäftigen. Im Ort gibt es zwei Bäckereien, zwei Metzgereien, Lebensmitteleinzelhandel, Friseure, Elektrohandel, Ärzte und Apotheke.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt in Durbach eine Grund- und Hauptschule, die Staufenberg-Schule. Daneben gibt es einen kommunalen, einen kirchlichen und einen Kindergarten in freier Trägerschaft.

Landwirtschaft und Weinbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wein- und Obstbau ist eine der Haupterwerbsquellen der Durbacher. Die Lagen gehören zur Region Ortenau im Weinbaugebiet Baden. Seit dem 12. Jahrhundert (zurückverfolgbar bis 1180) wird in Durbach Wein kultiviert. In der Durbacher Winzergenossenschaft gibt es mehr als 80 Vollerwerbslandwirte sowie rund 200 Nebenerwerbswinzer. Die Durbacher Winzergenossenschaft gehört zusammen mit den 11 privaten Weingütern zu den meistprämierten Weinerzeugern in Deutschland und Europa. Durbach ist der Weinort mit den meisten privaten Weingütern in Baden-Württemberg. Gleichzeitig ist Durbach der derzeit einzige Weinort, in dem alle 12 Weinerzeuger ihre Produkte an einem Platz anbieten (Durbacher LÄDELE). Das Weingut Graf Wolff Metternich gilt als das älteste Weingut in Durbach und der Ortenau. Die Weingüter Heinrich Männle und Andreas Laible sind seit 2006 in den Kreis der 20 besten Europäischen Weingüter der Welt gewählt worden. Durbach ist der Ort auf der Welt mit der größten zusammenhängenden Anbaufläche für Savagnin Rose (Roter Traminer, in der Ortenau auch Clevner genannt). Diese Rebsorte wird weiterhin in Heiligenstein/Elsass (Frankreich), Visperterminen (Schweiz), Klöch (Österreich) und Tramin/Termeno (Italien) angebaut.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Weingut Schloss Staufenberg ist im Privatbesitz von Max Markgraf von Baden. Es thront als Wahrzeichen hoch über Durbach. Von der Schlossterrasse auf dem 383 Meter hohen Bergkegel besteht ein Rundblick über waldbedeckte Schwarzwaldkuppen, Weinberge, den zu Füßen liegenden Ort bis hin zur oberrheinischen Tiefebene und dem Straßburger Münster. Schloss Staufenberg ist über Wanderwege und eine Straße zu erreichen. Mehrmals im Jahr werden Schlossführungen angeboten.

Schloss Staufenberg

Rehabilitation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Staufenburg-Klinik in Durbach ist eine Fachklinik für Innere Medizin mit den Fachbereichen Diabetologie, Onkologie/Urologie und Rheumatologie/Orthopädie.

Schwerpunkte der Klinik liegen auf der Behandlung von Stoffwechselerkrankungen, insbesondere Typ-1- und Typ-2-Diabetes, Tumorerkrankungen der Nieren und Harnwege sowie Erkrankungen des Bewegungsapparates.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Durbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 392–394
  3. Bevölkerungsentwicklung in Baden-Württemberg von 1871 bis 2013
  4. Ergebnisse der Gemeinderatswahlen 2014