Matthias Köchl

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Matthias Köchl im Jahr 2014

Matthias Köchl (* 30. August 1977 in Klagenfurt) ist ein österreichischer Politiker (GRÜNE) und Unternehmer. Von 2013 bis 2017 war er Abgeordneter zum Nationalrat. Er ist Landessprecher der Grünen in Kärnten.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2000 ist Köchl, Sohn des Malers Alois Köchl, als Unternehmer im Bereich Onlinewerbung und Elektromobilität tätig. Von 2010 bis 2013 war er weiters geschäftsführender Gesellschafter (CEO) der SMI Solarmobil Innovations GmbH.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1997 bis 2007 war Köchl Obmann der Stadt-Grünen in der Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt.[3] Von 2001 bis 2003 war er in einer Koalition von PLUS (Plattform Unabhängiger Studierender) und Grüne & Alternative StudentInnen im Vorsitz der Österreichische Hochschülerschaft an der Universität Klagenfurt tätig. Von 2003 bis Juni 2014 war Köchl Grüner Gemeinderat in Klagenfurt.[4]

Bei den Nationalratswahlen 2006, 2008, 2013 und 2017 war Köchl Spitzenkandidat der Grünen in Kärnten. 2013 konnten die Kärntner Grünen mit Köchl erstmals einen Nationalrat stellen.[5] 2017 verpassten die Grünen den Einzug in den Nationalrat.

Seit Oktober 2014 lebt Matthias Köchl in Krumpendorf am Wörthersee. Sein Antreten bei der Bürgermeister-Direktwahl am 1. März 2015 brachte den lokalen Grünen eine Vervierfachung von 1 auf 4 Mandate und den erstmaligen Einzug in den Gemeindevorstand der kleinen Wörtherseegemeinde.[6]

Köchls Interessensgebiet ist die Energiepolitik, im Grünen Parlamentsclub war er im Bereiche Selbstständige/Einpersonenunternehmer tätig. Im Nationalrat war er Mitglied im Umweltausschuss, im Ausschuss für Innovation und Forschung, im Tourismusausschuss sowie im Ausschuss für Wirtschaft und Industrie.[7][4][8]

Köchl beantragte im Nationalrat gemeinsam mit Eva Glawischnig eine Nichtigkeitsklage der Republik Österreich gegen die wettbewerbsverzerrende Einspeisevergütung des britischen AKW-Projekt Hinkley Point, die im Januar 2015 zusammen mit Luxemburg beim Europäischen Gerichtshof eingereicht wurde.[9][10] Die Klage der Republik Österreich gilt als Meilenstein im Kampf gegen Atomkraft in Europa.

Im Sommer 2015 zeigten die Gemeinde Krumpendorf am Wörthersee und Köchl als Flüchtlingsreferent einen vorbildlichen Umgang mit Flüchtlingen.[11][12][13][14]

Im April 2018 folgte er Rolf Holub als Landessprecher der Grünen Kärnten nach.[15]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Matthias Köchl ist verheiratet und Vater einer Tochter.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Matthias Köchl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Referenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Grüner Landessprecher: "Im Kreis sitzen ist keine Arbeit". Abgerufen am 4. Mai 2018.
  2. Dossier Matthias Köchl, meineabgeordneten.at Transparenzdatenbank 5. Mai 2014
  3. Klagenfurter Grünen-Chef Köchl trat ab, Kleine Zeitung, 28. August 2007
  4. a b GR-Mitglieder, Matthias Köchl (GRÜ) (Memento des Originals vom 4. Oktober 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.klagenfurt.at, Gemeinderatsmitglieder, Landeshauptstadt Klagenfurt, zugegriffen: 3. Oktober 2013
  5. Kärntner Mandate im Nationalrat, orf.at, 30. September 2013
  6. Wahlergebnis Krumpendorf 2015@1@2Vorlage:Toter Link/klon.kleinezeitung.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Kleine Zeitung 1. März 2015
  7. Matthias Köchl: Der Mann mit dem Elektroauto, Die Presse, 21. September 2008
  8. Nationalrat: Grüne legen Sprecherrollen fest, der Standard, 25. Oktober 2013
  9. Parlamentskorrespondenz Nr. 839 vom 26.09.2014, Grüne gegen staatliche Förderung von Atomstrom
  10. Österreich unter Druck wegen AKW-Klage
  11. Wo Flüchtlinge willkommen sind und den Ort beleben, Kurier, 16. August 2015
  12. Willkommen am Wörthersee, gruene.at, 28. Juli 2015
  13. Tourismus: Rekordzahlen trotz Asylwerber (Memento vom 27. August 2015 im Internet Archive), Wirtschaftsblatt, 25. August 2015
  14. Zeltlager wird bald wieder abgebaut, Kleine Zeitung, 13. November 2015
  15. orf.at: Köchl neuer Landessprecher der Grünen. Artikel vom 28. April 2018, abgerufen am 28. April 2018.