Mausefallen- und Kuriositätenmuseum

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Mausefallen- und Kuriositätenmuseum
Blick auf das Wohnhaus

Der Mausefallen- und Kuriositätenmuseum ist ein Museum in der Ortschaft Güntersberge der Stadt Harzgerode im Harz in Sachsen-Anhalt. Das Museumsgebäude steht unter Denkmalschutz.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum befindet sich im Stadtzentrum von Güntersberge auf der Südseite der Klausstraße an der Adresse Klausstraße 138.

Architektur und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es ist in einem historischen Ackerbürgerhof untergebracht, dessen Bausubstanz in wesentlichen Teilen auf die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts zurückgeht. Der Hof ist in Fachwerkbauweise errichtet. Am Wohnhaus des Gehöfts sind die bearbeiteten Balkenköpfe und Füllhölzer bemerkenswert. Im 19. Jahrhundert wurde das Gebäude modernisiert. Seitlich schließen sich an das Wohnhaus zwei Wirtschaftsgebäude an, die zumindest bereits im 18. Jahrhundert entstanden sind.

Im örtlichen Denkmalverzeichnis ist der Ackerbürgerhof unter der Erfassungsnummer 094 84958 als Baudenkmal verzeichnet.[1]

1991 erwarb der Tenor Karl Heinz Knepper das Gebäude. Es folgten eine Sanierung und Umbauarbeiten, schließlich wurde 1997 das Mausefallen- und Kuriositätenmuseum eröffnet. Im September 2015 griff ein Brand in einem benachbarten Einkaufsmarkt auf ein Hofgebäude des Museums über, das dabei beschädigt wurde.[2]

Das Museum zeigt eine Vielfalt von Mausefallen und Kuriositäten, wie historische Küchengeräte, Toilettenstühle, Damenunterwäsche, Klistierspritzen, eine Nachttopfsammlung, Keuschheitsgürtel und Flohfallen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kleine Anfrage und Antwort Olaf Meister (Bündnis 90/Die Grünen), Prof. Dr. Claudia Dalbert (Bündnis 90/Die Grünen), Kultusministerium 19. 03. 2015 Drucksache 6/3905 (KA 6/8670) Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt, Seite 1854
  2. Petra Korn, Brand in Güntersberge - Mausefallenmuseum bleibt geöffnet in Mitteldeutscher Zeitung, online veröffentlicht am 4. September 2015

Koordinaten: 51° 38′ 42″ N, 10° 58′ 59″ O