Meister der Pollinger Tafeln

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Der Meister der Pollinger Tafeln ist ein spätgotischer Maler, der um 1440 oder 1450 im süddeutschen Raum tätig war. Der namentlich nicht bekannte Künstler (möglicherweise Gabriel Angler) erhielt seinen Notnamen nach den von ihm gemalten Pollinger Tafeln, einem Altar für die Stiftskirche Heilig Kreuz der Augustinerchorherren in Polling bei Weilheim.

Der Altar wurde 1803 in der Zeit der Säkularisation nach München gebracht. Ein Teil wird dort heute in der Alten Pinakothek aufbewahrt, ein anderer Teil ist im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. Der vermutlich geschnitzte Mittelteil des Altares ist verschollen.[1]

Der Meister der Pollinger Tafeln ist ein Vertreter eines aus der Tradition gewachsenen neuen gotischen Realismus, sein Stil war wohl auch von zeitgenössischer Kunst aus den Niederlanden beeinflusst.[2]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pollinger Tafeln, Kreuzaltars der Augustiner-Stiftskirche in Polling, 1444:

  • Verkündigung an Maria, München, Alte Pinakothek (ehemals Teil des Kreuzaltars der Augustiner-Stiftskirche in Polling)
  • Anbetung der Hll. Drei Könige, München, Alte Pinakothek (unteres Feld des Altarflügels)
  • Darbringung im Tempel, Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum (ehemals Teil des Kreuzaltars der Augustiner-Stiftskirche in Polling)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gisela Goldberg: Zum Pollinger Kreuz-Altar. In: Weltkunst 53, 1983, S. 1795–1796.
  • Ingrid-Sibylle Hoffmann: Der Meister der Pollinger Tafeln. Wege der Erneuerung in der bayerischen Malerei des mittleren 15. Jahrhunderts. VDG-Verlag, Weimar 2007, ISBN 978-3-89739-562-6 (mit Werkkatalog).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Reinhold Baumstark: Die Alte Pinakothek München. C. H. Beck, München 2006, S. 28.
  2. vgl. dazu Ingrid-Sibylle Hoffmann: Der Meister der Pollinger Tafeln. Wege der Erneuerung in der bayerischen Malerei des mittleren 15. Jahrhunderts. VDG-Verlag, Weimar 2007.