Merauder

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Merauder
Merauder logo.jpg

Allgemeine Informationen
Genre(s) Crossover, Thrash Metal, Hardcore Punk, Metalcore
Gründung 1990
Aktuelle Besetzung
Jorge Rosado
Darian Polarch
Gitarre
Dave Stafford
Drew Smerdon
Bobby Blood
Ehemalige Mitglieder
E-Gitarre
Anthony Muccini
Schlagzeug
Dave Chavarri
E-Gitarre
Javier „Sob“ Carpio
Schlagzeug
Joe Branciforte
E-Bass
Michael Macivor
Schlagzeug
Pokey
E-Bass
Rick Lopez
E-Gitarre
Rob Rosario
Schlagzeug
Vinnie Vitale
Gesang
Minus
Gesang
Eddie Sutton
E-Bass
Mike Couls
Schlagzeug
Tony Pots n Pans
E-Gitarre
Sean

Merauder ist eine US-amerikanische Metalcore-Band aus New York.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Band wurde im Jahr 1990 gegründet.[1] Kurze Zeit später folgten bereits Auftritte zusammen mit Carnivore,[2] Sick of It All, Motörhead, Morbid Angel und Cro-Mags. Die Band war erstmals auf der Kompilation East Coast Assault mit dem Lied Fear of Sin[1] zu hören. Danach verließ Sänger Minus die Gruppe, woraufhin Merauder neben den Gitarristen Anthony Muccini und Javier „Sob“ Carpio, dem Bassisten Rick Lopez und Schlagzeuger Pokey aus Sänger Jorge Rosado bestand.

1995 folgten eine Split-Veröffentlichung zusammen mit Stigmata[3] und im Anschluss eine Tour mit Biohazard an der Ostküste der USA. Zudem ging die Band im April 1996 mit Stuck Mojo, Power of Expression, Slapshot und Turmoil auf Tour durch Großbritannien.[1]

Nach einem Vertragsabschluss mit Century Media nahm die Band mit Produzent Parris Mayhew (Cro-Mags) das Debütalbum Master Killer auf. Der Veröffentlichung folgte eine Tour mit Fear Factory und danach weitere Auftritte in Europa, wobei die Band auch zusammen mit Böhse Onkelz und Pro-Pain auf Tour durch Deutschland ging und dabei vor bis zu 15.000 Leuten spielte.[4][5]

Aufgrund der andauernden Touren wurde das zweite Album Five Deadly Venoms zwischen 1998 und 1999 an verschiedenen Orten aufgenommen. Während dieser Zeit hatte Sänger Rosado die Band für einen kurzen Zeitraum verlassen und wurde in dieser Phase durch Eddie Sutton ersetzt.[6] Produziert wurde das Album von A.J. Novello (Leeway).[7] Nach dem Erscheinen des Tonträgers im Jahr 1999, stieß Dave Chavarri (Ill Niño) als neuer Schlagzeuger zur Besetzung.

Mit Produzent Billy Milano nahm die Band ihr nächstes Album Bluetality auf, das 2002[8] erschien. Etwa im Februar 2005 ging die Band auf US-Tournee zusammen mit Agents of Man, Hoods und Blacklisted.[1] Nachdem am 1. Mai 2006 Gitarrist Carpio starb, wurde das Projekt vorerst pausiert.

Im Jahr 2007 veröffentlichte Century Media die ersten drei Alben als Kompilation unter dem Namen Master Killers: A Complete Anthology. Währenddessen formte sich um Frontmann Jorge Rosada mit den Gitarristen Dave Stafford und Darian Polach, dem Bassisten Drew Smerdon und dem Schlagzeuger Bobby Blood eine neue Besetzung. Daraufhin folgte eine Tour zusammen mit Exodus und Obituary, ehe die Gruppe das Album God Is I aufnahm, das Ende Juni 2009 über Regain Records erschien.[9]

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Band spielt Musik vergleichbar mit den Werken von Biohazard und Pro-Pain und gehört zu den ersten, die Hardcore Punk mit Thrash Metal vermischte.[9] Merauder hatten Einfluss auf klassische Metalcore-Bands wie Hatebreed und Heaven Shall Burn, die bereits Stücke der Band coverten.[10] Das Debütalbum Master Killer lässt sich mit Werken von Thrash-Metal-Bands wie Sepultura von ihrer frühen bis mittleren Schaffensphase oder Slayer, bloß in einer lockeren und straßengebundeneren Variante, vergleichen.[11] Bei den Liedern ist der Einsatz von Gitarrensoli charakteristisch, die jedoch laut Markus Kavka vom Metal Hammer die Lieder dadurch schnell in einen „Bastard aus Machine Head und Biohazard für Arme“ verwandeln würden.[12] Auf Five Deadly Venoms spielte die Band konservativen Hardcore Punk, der fast ohne melodische Einflüsse auskommt. Der Gesang wird als eintönig bezeichnet, der sich das hardcore-typische Shouting beschränkt.[7] Im Vergleich zu den Vorgängern versuchte sich Frontmann Jorge Rosado jedoch musikalisch zu öffnen und streute etwa in dem Lied Find My Way balladenhafte Melodielinie ein. Als Haupteinfluss für die Veränderung der Musik gab er die Band Fear Factory an. Der Titel des Albums wurde nach dem gleichnamigen Kung-Fu-Film gewählt.[7] Auf Bluetality spielte die Band klassischen Metalcore, wobei die Musik im Vergleich zu den Bands der damaligen Zeit, wie etwa Killswitch Engage, als wenig innovativ beschrieben wird.[13] Auch auf God Is I spielte die Band klassischen Metalcore, der sich geschwindigkeitsmäßig meist im Mid-Tempo-Bereich bewegt. Neben hardcore bzw. thrash-metal-typischen Shouts war auf dem Album auch der Einsatz von Doublebass charakteristisch.[14]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1995: Brotherhood (Split mit Stigmata)
  • 1995: Master Killer (Album)
  • 1999: Five Deadly Venoms (Album)
  • 2003: Bluetality (Album)
  • 2007: Master Killers: A Complete Anthology (Kompilation)
  • 2009: God Is I (Album)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Garry Sharpe-Young: New Wave of American Heavy Metal. Zonda Books, New Plymouth 2005, ISBN 0-9582684-0-1, S. 207 f.
  2. Joel McIver: The Next Generation of Rock & Punk Nu Metal. Omnibus Press, 2001, ISBN 0-7119-9209-6, S. 81 f.
  3. Mike DaRonco: Merauder, abgerufen am 13. August 2013.
  4. Henning Richter: Pro-Pain Merauder Rhythm Trip. Berlin Huxley’s. In: Metal Hammer, August 1996, S. 131.
  5. Holger Stratmann: Rock Hard Enzyklopädie. ROCK HARD GmbH, 1998, ISBN 3-9805171-0-1, S. 245.
  6. Matthias Weckmann: Merauder. Hardcore-Musketiere. In: Metal Hammer, Juli 1999, S. 56 f.
  7. a b c Henning Richter: Merauder. Five Deadly Venoms. In: Metal Hammer, Juni 1999, S. 88.
  8. Merauder – Bluetality, abgerufen am 13. August 2013.
  9. a b Merauder, abgerufen am 13. August 2013.
  10. Florian Krapp: Merauder. Strassenschlacht. In: Metal Hammer, Juli 1999, S. 97.
  11. Martin Popoff: The Collector's Guide of Heavy Metal Volume 3: The Nineties. Collectors Guide Ltd, Burlington, Ontario, Kanada 2007, ISBN 978-1-894959-62-9, S. 272.
  12. Markus Kavka: Merauder. Master Killer. In: Metal Hammer, November 1995, S. 58.
  13. Matthias Weckmann: Merauder. Bluetality. In: Metal Hammer, März 2003, S. 96.
  14. Christian Kruse: Merauder. God Is I. In: Metal Hammer, August 2009, S. 108.