Biohazard (Band)

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Biohazard
Allgemeine Informationen
Genre(s) Hardcore Punk, Crossover, Metal, Metalcore
Gründung 1987
Auflösung 2005
Neugründung 2008
Website http://www.biohazard.com/
Gründungsmitglieder
Gesang, Rhythmusgitarre
Billy Graziadei
Schlagzeug
Anthony Meo (bis 1988)
Leadgitarre
Bobby Hambel (1987-1994) (2008-heute)
Gesang, Bass
Evan Seinfeld (bis 2011)
Aktuelle Besetzung
Gesang, Rhythmusgitarre
Billy Graziadei
Schlagzeug
Danny Schuler
Leadgitarre
Bobby Hambel
Gesang, Bass
Scott Roberts
Ehemalige Mitglieder
Leadgitarre
Rob Echeverria (1997–)

Biohazard (engl.: Biogefährdung) sind eine einflussreiche Hardcore-/Crossover-Band aus Brooklyn, New York. Die Musik von Biohazard ist stark von ihren Vorbildern Agnostic Front geprägt, enthält allerdings auch zahlreiche Metal- und Hip-Hop-Elemente.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Der ehemalige Carnivore-Roadie Evan Seinfeld (Gesang, Bass), Billy Graziadei (Gesang, Gitarre), Bobby Hambel (Gitarre) und Danny Schuler (Schlagzeug) gründeten 1987 Biohazard. Angespornt von der New Yorker Hardcoreszene, in der die Mitglieder bereits seit Beginn aktiv waren, wurde die Gruppe in New York recht schnell bekannt. Die ersten beiden Demos verkauften sich insgesamt etwa 5.000 mal.[1] Im Gegensatz zu den meisten Hardcore-Punk-Bands agierten Biohazard seltener im CBGB, sondern spielten im L'amour-Club in Brooklyn. Dort spielten sie schon zu Anfang vor etwa 1.500 Fans.[1]

Das selbstbetitelte Debütalbum Biohazard erschien 1990 über Maze Records und verkaufte sich durch den schlechten Vertrieb und die wenige Promotion nur schleppend, lediglich im Raum New York wurde das Album recht bekannt. Problematisch war auch die Produktion, miserabel war vor allem der Klang des Schlagzeugs. Ansonsten bot das Album eine Vermischung aus Hardcore Punk- und Metal-Gitarren, ein Stil der heute als Crossover bekannt ist. Erste Tourneen mit Mucky Pup und Wargasm machten die Gruppe auch in Europa bekannter.[1]

Das Debütalbum brachte der Band den Vorwurf ein, rassistisches und rechtsextremes Gedankengut zu fördern. Mit Justified Violence und Retribution glorifizierte die Gruppe Selbstjustiz, während die beiden Lieder Blue Blood und Survival of the Fittest neben einem für Teile der New Yorker Hardcoreszene typischen Bekenntnis zur Skinhead-Szene auch sozialdarwinistische Aussagen enthielten. HInzu kamen der patriotische Bühnenaufbau mit dem American Eagle und die Tatsache, dass die Gruppe die US-amerikanische Organisation POW/MIA unterstützte.[2]

Nachdem das 1990 erschienene Debütalbum Biohazard vor allem in Szenekreisen Verbreitung fand, gelang der Gruppe bereits mit dem Nachfolger Urban Discipline ein Achtungserfolg bei Publikum und Kritikern. Das Album erschien 1992 auf Roadrunner Records und war eine konsequente Fortführung des Debütalbums. Von den Vorwürfen der Vergangenheit distanzierte sich die Gruppe mit dem Lied Black and White and Red All Over. Auf dem Album war außerdem noch die Bad Religion-Coverversion ((We’re Only Gonna Die) From Our Own Arrogance). Die anschließende Tour mit Agnostic Front und Kreator machte die Gruppe schließlich auch in der Metal-Szene bekannt.[3] 1993 beteiligte sich Biohazard zusammen mit der Hip-Hop-Band Onyx am Soundtrack zum Film Judgment Night – Zum Töten verurteilt, eine der ersten Kompilationen, bei denen Mitglieder der Metal-Szene zusammen mit Hip-Hop-Größen Lieder aufnahmen. Des Weiteren arbeiteten sie noch zwei weitere Male mit Onyx zusammen: Beim Remix von "Slam" und auf dem Biohazard-Album "New World Disorder"beim gleichnamigen Song.

1995 erschien State of the World Address, das mit Hilfe von Cypress Hill weitere Hip-Hop-Einflüsse verarbeitete. 1995 verließ Gitarrist Bobby Hambel die Band aufgrund bandinterner Probleme. Mata Leão erschien dann in dreiköpfiger Besetzung und baute den eingeschlagenen Weg weiter aus. Mit Rob Echevarria (ex-Helmet) findet die Gruppe anschließend einen neuen Gitarristen. 1997 erschien die Live-CD No Holds Barred, 1999 dann das nächste Album New World Disorder.[3] 2001 erschien eine Sammlung von B-Seiten unter dem Titel Tales from the B-Side.

Seinfeld mit seiner Frau Tera Patrick, 2006

2001 erschien außerdem Uncivillization mit einer Reihe von Gaststars aus Bands wie Type O Negative, Pantera, Hatebreed und Slipknot. Die anschließende Tattoo the Earth-Tour führt die Gruppe mit Slayer, Static-X und Cradle of Filth auf eine ausgedehnte Welttournee, die allerdings durch die Terroranschläge am 11. September 2001 in Europa mit wesentlich weniger Bands stattfinden musste.[4] Auf der Eastpak Resistance Tour ersetzte Scott Roberts (ex-Cro-Mags) Echevarria.

Kill or Be Killed (2003) markierte zunächst den Schlusspunkt von Biohazard. Das Album floppte und wurde von der Presse verrissen. Seinfeld und Danny Schuler produzieren erstmal das Album Broken Valley für Life of Agony, bevor sie nach zweijähriger Pause am nächsten Biohazard-Album arbeiteten. Means to an End erschien im August 2005.[4]

Evan Seinfeld war seit 2004 mit der Pornodarstellerin Tera Patrick verheiratet und trat mit ihr unter seinem Künstlernamen Spyder Jonez in diversen Filmen auf. Im Sommer 2009 trennte sich das Paar.[5]

Während Ihrer Reunion-Tour 2008–2010 versprachen Biohazard für den Sommer 2010 ein neues Studioalbum (in Originalbesetzung, also mit Leadgitarrist Bobby Hambel). Am 9. Dezember 2010 kündigten sie dieses Album auch offiziell auf ihrer neuen Internetseite an, der Erscheinungstermin wurde allerdings auf Frühjahr 2011 verschoben.[6]

Im Juni 2011 gaben Biohazard bekannt, dass das Gründungsmitglied Evan Seinfeld die Band verlässt. [7]

Am 20. Januar 2012 erschien Reborn in Defiance.

Diskografie[Bearbeiten]

Demos

  • 1988: 1. Demo
  • 1989: 2. Demo

Studioalben

  • 1990: Biohazard
  • 1992: Urban Discipline
  • 1994: State of the World Address
  • 1996: Mata Leão
  • 1999: New World Disorder
  • 2001: Uncivilization
  • 2003: Kill or Be Killed
  • 2005: Means to an End
  • 2012: Reborn in Defiance

Livealben, Kompilationen, Sonstiges

  • 1997: No Holds Barred (Live in Europe)
  • 2001: Tales from the B-Side

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Matthias Mader: New York City Hardcore. The Way It Was…. I.P.Verlag, Berlin 1999, ISBN 3-931624-10-2.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Mader 1999, S. 56
  2. Mader 1999, S. 56f.
  3. a b Mader 1999, S. 58ff.
  4. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatBiohazard. Laut.de, abgerufen am 15. November 2009.
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatTera Patrick und Evan Seinfeld: Beziehung gescheitert. Sextrends.info, 30. September 2009, abgerufen am 15. November 2009.
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-Formatwww.biohazard.com. 9. Dezember 2010, abgerufen am 5. Januar 2011.
  7. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatSeinfeld steigt aus. getaddicted.org, abgerufen am 9. Juni 2011.