Methocarbamol

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen noch folgende wichtige Informationen:
Neben- und Wechselwirkungen, Pharmakokinetik und -dynamik
Hilf der Wikipedia, indem du sie recherchierst und einfügst.
Strukturformel
Methocarbamol Structural Formula V.1.svg
1:1-Gemisch aus (R)-Form (links) und (S)-Form (rechts)
Allgemeines
Freiname Methocarbamol
Andere Namen

(RS)-2-Hydroxy-3-(2-methoxyphenoxy)propylcarbamat (IUPAC)

Summenformel C11H15NO5
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 532-03-6
EG-Nummer 208-524-3
ECHA-InfoCard 100.007.751
PubChem 4107
DrugBank DB00423
Wikidata Q411456
Arzneistoffangaben
ATC-Code

M03BA03

Wirkstoffklasse

zentral wirksame Muskelrelaxanzien

Wirkmechanismus

unbekannt

Eigenschaften
Molare Masse 241,24 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
07 – Achtung 08 – Gesundheitsgefährdend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302​‐​317​‐​334
P: 261​‐​280​‐​342+311 [1]
Toxikologische Daten

1320 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Methocarbamol ist ein Arzneistoff, der bei Verspannungen und Spasmen der Skelettmuskulatur als Spasmolytikum eingesetzt wird. Er gehört zur Gruppe der zentral wirksamen Muskelrelaxanzien (Myotonolytika).[2]

Der genaue Wirkmechanismus des Arzneistoffes ist noch ungeklärt. Er soll seine muskelrelaxierende Wirkung über eine Hemmung der polysynaptischen Reflexleitung im Rückenmark und in subkortikalen Zentren entfalten.

Eindeutige Belege für die schmerzlindernde Wirkung aus klinischen Studien gibt es jedoch nicht. Methocarbamol ist gemäß einer 2018 veröffentlichten Studie in der Behandlung von Kreuzschmerzen in Verbindung mit dem NSAR Naproxen nicht besser wirksam als ein Placebo in Kombination mit Naproxen.[3]

Strukturell ist Methocarbamol mit Guaifenesin verwandt.

Nebenwirkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als seltene Nebenwirkungen (< 1/1000) werden genannt: Kopfschmerz, Fieber, angioneurotisches Ödem, Schwindel, Juckreiz, Hautausschlag, Urticaria, Bindehautentzündung mit Nasenschleimhautschwellung. Sehr selten (<1/10000) treten auf: Brechreiz, Erbrechen, Sehstörungen, Benommenheit, Zittern, Unruhe, Angst, Verwirrtheit, Anorexie.[4] Das Nebenwirkungsspektrum zeigt insbesondere anticholinerge[5] Effekte.

Handelsnamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dolovisano, Ortoton (D), Robaxin

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Methocarbamol – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Datenblatt Guaiacol glyceryl ether carbamate bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 25. Mai 2017 (PDF).
  2. Andreas Ruß: Arzneimittel pocket. 13. Auflage. Börm Bruckmeier, Grünwald 2007, S. 233–234.
  3. B. W. Friedman, D. Cisewski, E. Irizarry, M. Davitt, C. Solorzano, A. Nassery, S. Pearlman, D. White, E. J. Gallagher: A Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Trial of Naproxen With or Without Orphenadrine or Methocarbamol for Acute Low Back Pain. In: Annals of emergency medicine. Band 71, Nummer 3, März 2018, S. 348–356.e5, doi:10.1016/j.annemergmed.2017.09.031, PMID 29089169, PMC 5820149 (freier Volltext).
  4. Methocarbamol oral, in: Wirkstoff aktuell, 2/2015.
  5. Torsten Kratz, Albert Diefenbacher: Psychopharmakotherapie im Alter. Vermeidung von Arzneimittelinteraktionen und Polypharmazie. In: Deutsches Ärzteblatt. Band 116, Heft 29 f. (22. Juli) 2019, S. 508–517, S. 511.
Gesundheitshinweis Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt nicht eine Diagnose durch einen Arzt. Bitte hierzu den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!