Metrô São Paulo

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Metro São Paulo
Metrô SP.svg
Basisdaten
Staat BrasilienBrasilien Brasilien
Stadt São Paulo
Eröffnung 14. September 1974
Linien 6
Streckenlänge 93,5
Stationen 80
Nutzung
Passagiere 4,6 Mio. pro Tag (2014)
Betreiber Companhia do Metropolitano de São Paulo: 1 - 3, 5, 15
ViaQuatro: Linie 4
Spurweite Linien 1, 2 und 3: 1,6 m
Linien 4 und 5: 1,435 m
Linie 15: Einschienenbahn

Die Metrô São Paulo ist das U-Bahn-Netz der brasilianischen Stadt São Paulo. Die erste Linie wurde 1974 eröffnet. Derzeit (April 2018) besteht das Netz aus sechs Linien, weitere sind in Bau. Einige Linien haben Breitspur, andere Normalspur und außerdem werden auch Linien als Einschienenbahn gebaut. Das System hat eine Gesamtlänge von 93,5 km und verfügt über 80 Stationen.[1]

Linien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linie Strecke Eröffnung Länge Stationen
Linie 1 Tucuruvi ↔ Jabaquara 14. September 1974 20,2 km 23
Linie 2 Vila Prudente ↔ Vila Madalena 25. Januar 1991 14,7 km 14
Linie 3 Corinthians-Itaquera ↔ Palmeiras-Barra Funda 10. März 1979 22,0 km 18
Linie 4 Butantã ↔ Luz 25. Mai 2010 8,9 km 9
Linie 5 Capão Redondo ↔ Chácara Klabin 20. Oktober 2002 19,9 km 16
Linie 15 Vila Prudente ↔ Oratório 30. August 2014 7,8 km 6

Nummerierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nummern 1 - 6 sind der U-Bahn vorbehalten. Die Nummern 7 - 14 bezeichnen die Nahverkehrslinien der Companhia Paulista de Trens Metropolitanos (CPTM). Die Nummern 14 - 18 erhalten diejenigen Linien der Metrô São Paulo, welche als Einschienenbahnen gebaut werden.

Linie 1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Linie 1 ging als erste in Betrieb. Am 14. September 1974 wurde das südliche Teilstück von Jabaquara bis Vila Mariana eröffnet, dem 1975 der zentrale Abschnitt bis Santana folgte. 1998 wurde die Linie nördlich bis Tucuruví erweitert.

Linie 2[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Linie 2 wurde 1991 zwischen den Stationen Paraiso und Consolação in Betrieb genommen. 1992 kamen die Stationen Ana Rosa und Clinicas dazu. Im Jahr 1998 wurde die Linie bis Vila Madalena erweitert, im April 2006 folgte das kurze Stück bis Imigrantes. Anschließend ging es bis Tamanduateí und Vila Prudente weiter. Es bestehen Pläne, die Linie bis zur Station Penha weiterzuführen, um dort eine Umsteigemöglichkeit zur Linie 3 zu schaffen. Laut Urbanrail 2012 befindet sich ab Vila Prudente in östlicher Richtung eine große Einschienenbahn in Bau. Die Verlängerung nach Penha ist nicht mehr als Planung eingezeichnet.

Linie 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Linie 3 wurde 1979 mit einem ersten Teilstück zwischen und Brás eröffnet. Bis Ende 1988 folgte der Ausbau bis zu den heutigen Endstationen Barra Funda und Itaquera-Corinthians. Die Linie gilt als vollendet.

Linie 4[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Eingang der Station Higienópolis-Mackenzie

An der Linie 4 wird seit Ende 2004 gebaut; sie wurde am 25. Mai 2010 eingeweiht. Zuerst waren nur die Stationen Paulista und Faria Limaim Betrieb und nur von montags bis freitags 8 bis 15 Uhr. Inzwischen sind auch die sechs Stationen Luz, República, Paulista, Faria Lima, Pinheiros und Butantã in Betrieb. Die restlichen fünf, Higienópolis, Oscar Freire, Fradique Coutinho, Morumbi und Vila Sônia, sollten bis 2012 fertiggestellt sein; was aber nicht rechtzeitig gelang. Higienópolis und Oscar Freire wurden z. B. erst Anfang 2018 eröffnet.

Diese Linie wird betreiben von der privaten Gesellschaft ViaQuatro, einer Tochtergesellschaft der Companhia de Concessões Rodoviárias.

Linie 5[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Linie 5 wurde im Jahr 2002 in Betrieb genommen und mit der Eröffnung der drei Stationen Hospital São Paulo, Santa Cruz und Chácara Klabin am 28. September 2018 vollendet. Damit hat sie jetzt Anschluss an die Linien 1 (Santa Cruz) und 2 (Chácara Klabin). Im Bau befindet sich noch die Station Campo Belo, deren Fertigstellung für Dezember geplant ist und ab Ende 2019 eine Verbindung zur dann fertigen Linie 17 herstellen soll[2].

Linie 15[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linie 15 – die erste Einschienenbahn Brasiliens

Die Linie 15 wird als Einschienenbahn gebaut ist seit 2014 in Betrieb. Allerdings war die erste Teilstrecke nur 2,6 km lang und bediente nur zwei Stationen.

Eine erste Verlängerung von Oratório nach Vila União der Linie 15 wurde am 6. April 2018 mit vier weiteren Stationen in Betrieb genommen. Die Fahrzeuge sind aber zunächst nur zwischen 10:00 Uhr und 15:00 Uhr unterwegs.

Der nächste Bauabschnitt von Vila União nach São Mateus soll bereits im Juni 2018 eröffnet werden.

Im Endausbau – welcher für 2021 vorgesehen ist – wird die Linie eine Länge von 26,6 km haben und Ipiranga mit der Station Hospital Cidade Tiradentes verbinden[3]

Anbindung an das restliche Schienen- und Busnetz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das U-Bahn-Netz ist an vielen Stellen mit dem Netz der CPTM verbunden, die wie eine S-Bahn betrieben wird. Im Süden schließt sich das Bus-Netz der EMTU an. Diese Busse verkehren zum Teil als Oberleitungsbus auf eigenen Busstraßen. Die Linie 9 (Osasco–Grajaú) von CPTM gilt als eine an der Oberfläche verlaufende U-Bahn-Linie.

Zukünftige Bauprojekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zukünftiges Schienenverkehrsnetz in São Paulo unter Berücksichtigung der Linien 1 bis 15

In Bau befindliche Linien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linie Strecke
Linie 4 Vila Sônia ↔ Butantã
Linie 6 Brasilândia ↔ São Joaquim
Linie 15 (Monorail) Oratório ↔ São Mateus
Linie 17 (Monorail) Morumbi ↔ Jardim Aeroporto + Congonhas

Linie 17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baustelle der Linie 17 in der Avenue Jornalista Roberto Marinho im Februar 2015

Die Linie wird 18 Stationen erhalten und knapp 18 km lang sein. Der erste Bauabschnitt zwischen den Stationen Morumbi, mit Anschluss an die Linie 9, und Jardin Aeroporto ist gegenwärtig im Bau. Der Flughafen São Paulo-Congonhas wird ebenfalls angebunden, außerdem entsteht ein Übergang zur Linie 5 der Metro.

Ursprünglich für 2014 geplant, wird nun das vierte Quartal 2019 als Fertigstellungstermin genannt. [4]

Zwei weitere Bauabschnitte sind geplant:

  • Verlängerung im Norden um fünf weitere Stationen: Endstation wird São Paulo-Morumbi, welche als Übergang zur Linie 4 dienen wird.
  • Verlängerung im Süden ebenfalls um fünf Stationen. Endstation wird Jabaquara, die Endstation der Linie 1.

Beim malaysischen Unternehmen Scomi Engineering, zu dessen Schwerpunkten Einschienenbahnen zählen, wurden zehn 5-gliedrige Züge bestellt. Den elektrischen Antrieb liefert dafür Škoda Electric.[5]

In Planung befindliche Linien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linie Strecke
Linie 2 (Verlängerung) Vila Prudente ↔ Dutra
Linie 4 (Verlängerung) Vila Sônia ↔ Largo do Taboão
Linie 5 (Verlängerung) Capão Redondo ↔ Jardim Ângela
Linie 18 (Monorail) Tamanduateí ↔ Estrada dos Alvarengas
Linie 20 Lapa ↔ Moema

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Metrô São Paulo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1] (portugiesisch), abgerufen am 25. April 2018
  2. [2] Estado de São Paulo vom 27. September 2018: Metrô entrega 3 estações da Linha 5-Lilás nesta 6ª e une ramais (portugiesisch), abgerufen am 29. September 2018
  3. [3] metro-report.com vom 7. April 2018: São Paulo Line 15 extended (englisch), abgerufen am 16. April 2018
  4. [4] folha digital vom 10. Oktober 2017 (portugiesisch), abgerufen am 25. April 2018
  5. [5] Metro-report.com vom 15. November 2016 (englisch), abgerufen am 24. April 2016