Michael Richter (Mediävist)

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Michael Richter (* 30. März 1943 in Waldenburg; † 23. Mai 2011 in Berlin) war ein deutscher Historiker.

Michael Richter studierte von 1962 bis 1968 Geschichte und Anglistik in Marburg, Berlin und London. Im Jahr 1968 wurde er bei Wilhelm Berges an der Freien Universität Berlin promoviert mit der Arbeit Normannen und Waliser bei Giraldus Cambrensis. Richter war von 1968 bis 1970 Senior research fellow der University of Wales in Aberystwyth. Von 1970 bis 1972 war er Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft in London, Canterbury und im Vatikan. Von 1972 bis 1986 war Richter Lecturer in mittelalterlicher Geschichte am University College Dublin. 1980 habilitierte er extern an der Universität Trier bei Hans Hubert Anton. Von 1981 bis 1982 war er Gastprofessor an der Universität Wien. Von 1986 bis 2008 lehrte Richter als Professor für Verfassungsgeschichte des Mittelalters an der Universität Konstanz. Richter war ab 2000 ständiger Gastprofessor an der Central European University.

Seine Forschungsschwerpunkte waren die Geschichte der keltischen Länder im Mittelalter, Irland und Europa im frühen Mittelalter, die mündliche Kultur im Frühmittelalter, die Geschichte der Musik im Frühmittelalter und die Frühgeschichte der Abtei Bobbio. Zu seinen bedeutendsten Schülern zählte Matthias Becher.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Irland im Mittelalter. Kultur und Geschichte (= Wissenschaftliche Paperbacks. Bd. 16). Lit.-Verlag, Münster 2003, ISBN 3-8258-6437-5.
  • Sprache und Gesellschaft im Mittelalter. Untersuchung zur mündlichen Kommunikation in England von der Mitte des 11. bis zum Beginn des 14. Jahrhunderts (= Monographien zur Geschichte des Mittelalters. Bd. 18). Hiersemann, Stuttgart 1979, ISBN 3-7772-7903-X.
  • Giraldus Cambrensis. The growth of the Welsh nation. National Library of Wales, Aberystwyth 1976, ISBN 0-901833-78-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]