Michelrieth

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Michelrieth
Ortswappen Michelrieth
Koordinaten: 49° 49′ 35″ N, 9° 31′ 29″ O
Höhe: 335 m ü. NN
Einwohner: 524 (30. Nov. 2018)[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Eingemeindet nach: Altfeld
Postleitzahl: 97828
Michelrieth von Südosten
Michelrieth von Südosten
Ortseingang von Westen

Michelrieth ist ein Ortsteil der Stadt Marktheidenfeld im Landkreis Main-Spessart in Bayern.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemarkung entspringt der Wittbach. Nachbarorte sind Kredenbach, Altfeld, Oberwittbach, Röttbach und Schollbrunn.

Gemarkung Michelrieth

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Michaels-Kirche
Gasthof zum Stern, Fachwerkhaus neben der Kirche

Das ursprüngliche Straßendorf Michelrieth wurde seit dem 9. Jahrhundert von der Abtei Fulda und der dazugehörigen Propstei Holzkirchen beherrscht. Ab dem 12. Jahrhundert verleibten die Grafen von Wertheim als Vögte auch Michelrieth ihrem Herrschaftsgebiet ein. Nach deren Aussterben im Mannesstamm und den folgenden Erbauseinandersetzungen wurden die Grafen von Löwenstein-Wertheim bestimmende Macht. Zeugnis davon gibt der rote Löwe im Wappen. Bis 1848 blieben die Löwenstein bestimmende Kraft in Michelrieth. Seit 1814 gehörten die Grafschaftsorte zum Königreich Bayern.

Im Jahre 1862 wurde das Bezirksamt Marktheidenfeld gebildet, auf dessen Verwaltungsgebiet Michelrieth lag. 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Michelrieth war nun eine der 47 Gemeinden im Landkreis Marktheidenfeld (Kfz-Kennzeichen MAR). Mit Auflösung des Landkreises Marktheidenfeld im Jahre 1972 kam Michelrieth in den neu gebildeten Landkreis Main-Spessart (Kfz-Kennzeichen damals KAR, heute MSP).

Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde Michelrieth aufgelöst und nach Altfeld eingemeindet.[2] Seit dem 1. Januar 1976 ist Michelrieth ein Stadtteil von Marktheidenfeld.[3]

Bekannte Bewohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Michelrieth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zahlen, Daten, Wissenswertes. Stadt Marktheidenfeld, archiviert vom Original am 23. August 2019; abgerufen am 23. August 2019.
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 518.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 762.