Militärflugplatz Landivisiau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Base aéronautique navale de Landivisiau
Militärflugplatz Landivisiau (Finistère)
Red pog.svg
Kenndaten
ICAO-Code LFRJ
Koordinaten

48° 31′ 49″ N, 4° 9′ 6″ WKoordinaten: 48° 31′ 49″ N, 4° 9′ 6″ W

106 m (348 ft) über MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 5 km nordwestlich von Landivisiau
Straße 3 km zur N 12
Basisdaten
Eröffnung zirka 1965
Betreiber Marine nationale
Start- und Landebahn
08/26 2700 m × 45 m Beton

i1 i3 i5

i7 i10 i12 i14

BW

Die Base aéronautique navale de Landivisiau (BAN Landivisiau) ist ein Militärflugplatz der französischen Aéronavale, der Marineflieger der Marine nationale. Die Basis liegt in der Region Bretagne im Département Finistère auf dem Gebiet der Gemeinden Bodilis, Saint-Servais, Saint-Derrien, Plougar und Plounéventer. Sie ist die Heimatbasis der französischen Träger-Kampfflugzeuge.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Falcon 10M in Landivisiau, 2012
außer Dienst gestellte Jets in Landivisiau, 2012
Landivisauer Flugzeuge bei der Tonnerres de Brest, 2012

Nach dem Ende des letzten großen Kolonialkrieges Frankreichs in Algerien und einhergehend mit dem Aufbau der sowjetischen Nordflotte während des Kalten Krieges verlagerte sich das Operationsgebiet der französischen Marine Anfang der 1960er Jahre in den Nordatlantik. Die bisher hauptsächlichen am Mittelmeer stationierten Trägerkampfflugzeuge sollten daher in die Bretagne in die Nähe des dortigen Kriegshafens Brest verlegt werden. Hierzu entstand ein neuer großzügig dimensionierter Stützpunkt.

Die neue Landbasis für die französischen Trägerkampfflugzeuge wurde 1965 eröffnet. Sie war zunächst ab 1967 Heimatbasis von zwei Staffeln Étendard IVM/P-Jagdbombern und im gleichen Jahr wurden noch zwei Staffeln F-8E Crusader-Jäger aufgestellt.

Später wurde der Platz zusätzlich Stützpunkt von Verbindungs- und Schulflugzeugen. Die Ablösung der ersten Étendard durch die Super Étendard begann 1978. Die letzten (weltweit überhaupt) aktiven Crusader wurden Ende 1999 außer Dienst gestellt, ein Jahr bevor Ende 2000 die ersten Rafale M bei der Flottille 12F eintrafen (weltweit überhaupt die ersten auf einem Einsatzflugplatz).

Das NATO Tiger Meet fand 2008 in Landivisiau statt und die Rafales kamen, stationiert auf der Charles de Gaulle, 2011 beim Internationalen Militäreinsatz in Libyen 2011 zum Einsatz. Im gleichen Jahr wurde mit der Flottille 11F eine zweite Rafale-Staffel aufgestellt.

Die letzten im Dienst der Flottille 17F stehenden Super Étendards wurden im Juli 2016 außer Dienst gestellt und auch diese Einheit erhielt im Anschluss die Rafale M[1].

Heutige Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Aéronavale nutzt die Basis zurzeit (2016) wie folgt:

Hinzu kommen einige nicht-fliegende Verbände.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. French Navy retires Super Etendard, Janes, 18. Juli 2016