Mischfonds

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ein Mischfonds ist ein Investmentfonds, der in mehrere Anlageklassen wie Aktien, Rentenpapiere, Geldmarkt­titel, Rohstoffe, Edelmetalle und Immobilien gleichzeitig anlegen kann. Er kombiniert Wachstumschancen von riskanteren Anlagen wie Aktien mit Erträgen aus risikoärmeren Anlagen wie Anleihen. Dies gibt dem Fondsmanager einen größeren Anlagespielraum. Das Mischungsverhältnis der verschiedenen Anlageklassen ist durch die Ausrichtung des Mischfonds in gewissen Grenzen festgelegt. Konservative Fonds haben einen höheren Renten- oder Geldmarktanteil; dadurch haben sie niedrigere Risiken, aber auch niedrigere Gewinnchancen. Progressive Fonds legen einen größeren Teil etwa in Aktien oder Edelmetallen wie Gold an. Den erhöhten Gewinnchancen steht aber auch ein erhöhtes Verlustrisiko gegenüber. Ausgewogene Mischfonds teilen die Einlagen gleichmäßig auf. Den Fondsgesellschaften ist erlaubt, die Verteilung der angelegten Gelder je nach Marktlage in gewissem Rahmen zu variieren. Bei stagnierenden oder fallenden Aktienkursen kann der Fondsmanager z. B. zu verzinslichen Wertpapieren wechseln; bei positiver Tendenz am Aktienmarkt kann er den Schwerpunkt wieder auf die Aktienanlage verlagern.

Eine besondere Form der Mischfonds sind die so genannten Targetfonds. Im Gegensatz zu klassischen Mischfonds haben Targetfonds eine feste Laufzeit und richten ihre Anlage auf das Ergebnis zum Laufzeitende aus. Zu Beginn der Laufzeit legen diese Fonds ihr Kapital überwiegend in risikoreiche Wertpapiere wie zum Beispiel Aktien an. Je näher das Laufzeitende der Fonds rückt, desto mehr schichten diese Fonds in risikoarme Anlageformen, wie Renten und Geldmarktanleihen um, um das erwirtschaftete Kapital zu sichern. Zur Abdeckung der unterschiedlichen Anlagehorizonte der Kunden bieten die Emittenten in der Regel eine ganze Reihe solcher Fonds mit unterschiedlichen Laufzeiten an.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]