Mkomazi-Nationalpark

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Mkomazi-Nationalpark

IUCN-Kategorie II – National Park

Busch im Mkomazi-Nationalpark.

Lage Tansania
Fläche 3.245 km²[1]
WDPA-ID 1402
Geographische Lage 4° 10′ S, 38° 10′ OKoordinaten: 4° 9′ 46″ S, 38° 10′ 18″ O
Markierung
Nationalparks in Tansania
Einrichtungsdatum 1951
Verwaltung Tanzania National Parks (TANAPA)

Der Mkomazi-Nationalpark ist ein Nationalpark in Tansania, der die beiden Wildreservaten Mkomazi und Umba umfasst.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet liegt im Nordosten Tansanias in den Regionen Kilimandscharo und Tanga, sechs Kilometer von der Stadt Same entfernt, etwa 300 Kilometer vom Kilimandscharo. Der Nationalpark ist im Westen und im Süden vom Pare-Gebirge und den Usambara-Bergen begrenzt, nach Nordosten geht er direkt an den kenianischen Nationalpark Tsavo-West über.[2] Das Land liegt großteils in einer Höhe von 230 bis 800 Meter über dem Meer, im Westen steigt es auf über 1300 Meter an.[3]

Das Klima ist trocken und heiß mit zwei Regenzeiten von März bis Mai und von November bis Dezember. Die Niederschläge im Flachland liegen unter 600 Millimeter im Jahr, in den Höhenlagen regnet es bis zu 1900 Millimeter. Die wärmste Zeit ist von Oktober bis April, am kühlsten ist es von Mai bis September.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name „Mkomazi “ leitet sich von den Wörtern „Mko“ und „Mazi“ ab. Diese bedeuten in der Sprache Pare „Holzlöffel“ und „Wasser“. Damit soll zum Ausdruck kommen, dass es im Land kaum genug Wasser gibt, um einen Holzlöffel zu füllen.[4]

Das Gebiet war seit 1951 ein Wildreservat und wurde 2008 zum Nationalpark erklärt.[3][5]

Biodiversität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vegetation besteht aus typischer Savanne. Die vorherrschende Baumart ist die Akazie. Auf den Hügeln gibt es Bestände von Afrikanischen Affenbrotbäumen.[6]

Eine Reihe afrikanischer Großsäuger wie Elefanten, Löwen, Geparden, Leoparden, Giraffen, Zebras, Oryxantilopen, Impalas, Thomson- und Grant-Gazellen und Büffel leben auf dem Gebiet des Mkomazi-Nationalparks. Besonders zeichnen den Park seine Wildhunde und das seltene Spitzmaulnashorn aus. Auch findet man hier über 400 Vogelarten, wie zum Beispiel Adler, Webervögel und Sekretäre.[7] Bei Zählungen in den Jahren 1960 bis 1996 wurden Dikdiks, Elefanten, Kudus, Kuhantilopen, Impalas, Warzenschweine, Zebras und Giraffen als die häufigsten Großsäuger festgestellt.[8]

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den Safaris mit Geländewagen werden auch Wander-Safaris und spezielle Ausflüge für Vogelbeobachtungen angeboten.[4]

Anreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anreise kann entweder mit einem Charter-Flugzeug nach Kisima oder über die asphaltierte Nationalstraße von Moshi nach Same erfolgen. Die Entfernung von Moshi ist rund 120 Kilometer.[4][9]

Besuchszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die beste Besuchszeit für Tierbeobachtungen sind die Monate von Juni bis Oktober, da sich in der Trockenzeit viele Tiere um die Wasserstellen sammeln. Während der Regenzeit können jedoch große Herden von Pflanzenfressern bei ihrer Wanderung beobachtet werden. Auch ist die Sicht auf die umliegenden Berge in der Regenzeit besser.[10]

Besucherzahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Mkomazi-Nationalpark ist ein wenig besuchter Park, der nie überlaufen ist.[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Mkomazi National Park – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mkomazi-Nationalpark in der World Database on Protected Areas (englisch)
  2. Mkomazi Ecological Research Programme, Tanzania 1992-98. Royal Geographical Society, abgerufen am 4. Dezember 2020.
  3. a b Deo Tarimo: A preliminary assessment of African lion demography. (PDF) April 2020, S. 5, abgerufen am 4. Dezember 2020.
  4. a b c d Mkomazi National Park. Abgerufen am 4. Dezember 2020.
  5. History |TANZANIA NATIONAL PARKS. Abgerufen am 4. Dezember 2020.
  6. Daniela Eiletz-Kaube: Mkomazi National Park. In: Safari Insider. Abgerufen am 4. Dezember 2020 (deutsch).
  7. Mkomazi Safaris. Abgerufen am 7. Oktober 2020 (amerikanisches Englisch).
  8. S. Keith Eltringham, Ian A. Cooksey, William J.B. Dixon, Nigel E. Raine, Chris J. Sheldrick, Nicholas C. McWilliam, Michael J. Packer: Large mammals of Mkomazi, Chapter 31. (PDF) S. 3493, abgerufen am 4. Dezember 2020.
  9. Kilimanjaro Region Roads Network. (PDF) TANROADS, Februar 2020, abgerufen am 4. Dezember 2020.
  10. Best Time to Visit Mkomazi (Month by Month). Abgerufen am 4. Dezember 2020 (englisch).
  11. Mkomazi National Park – Travel Guide, Map & More! Abgerufen am 7. Oktober 2020 (englisch).