Mobilheim

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ein Mobilheim der 1970er in den USA

Ein Mobilheim, auch mobile home genannt, ist eine transportable Wohneinheit, deren Inneneinrichtung mit einer Wohnung vergleichbar ist. Es ist eine Art vergrößerter Wohnwagen, der allerdings nur per Lastkraftwagen über längere Strecken transportiert werden kann. Zum Bewegen auf einem Campingplatz oder einer Wohnwagensiedlung besitzt ein Mobilheim eine einfache Achse ohne Bremse.

Der Begriff „Mobilheim“ wird umgangssprachlich oft fälschlicherweise für Wohnmobile verwendet.

Die begrenzte Mobilität genügt, um mit dem in Deutschland erlaubten Aufstellen von Mobilheimen auf Dauer-Campingplätzen ein Feriendomizil zu haben, ohne die sonst üblichen Bauvorschriften erfüllen zu müssen. Auf vielen Campingplätzen sind Mobilheime vorhanden; oft werden sie vermietet.

Innenausstattung[Bearbeiten]

Die Inneneinrichtung ist vergleichbar mit der einer kleinen Wohnung. So gibt es Küche, Bad und die in Wohnräumen üblichen elektrischen Installationen. Ein Mobilheim hat einen Anschluss für Strom sowie Frisch- und Abwasseranschlüsse. Mobilheime haben ein Bad, eine reguläre Toilette, Dusche oder Badewanne. Die Küchen sind meist Einbauküchen mit Kochfeld, Edelstahlspüle, Kühlschrank usw.

Mobilheime bieten genug Platz, um Möbel (z. B. Couch, Schrank, Bett) oder ein Klavier aufstellen zu können. Dagegen hat ein Wohnwagen ausschließlich festeingebaute Möbel; die meist U-förmige Sitzgruppe kann fast immer zu einer Liegefläche umgebaut werden.

Mobile homes in den USA[Bearbeiten]

Ein modernes „doppeltes“ mobile home in den USA

In den Vereinigten Staaten versteht man unter einem mobile home auch transportable Wohneinheiten, die keine Achse besitzen. Sie werden in einer Produktionsstätte hergestellt oder zumindest dort vorgefertigt und danach an ihren Bestimmungsort transportiert. Grundsätzlich können diese Gebäude nachträglich noch bewegt werden, je nach Bauart ist dies mehr oder weniger aufwändig. In der Regel ist diese Bauweise billiger als an Ort und Stelle gebaute Bauten.

Es gibt in Amerika daneben auch mobile homes, die wie die in Europa bekannten Mobilheime aussehen. Sie stehen in einfachen Wohnwagensiedlungen (trailer parks) und auch in komfortableren Anlagen mit Pool.

Mitte der 1970er Jahre lebten in den USA bereits 8 Millionen Menschen in 3,4 Millionen Mobilheimen. Dem war eine Veränderung in der Praxis der Garantievergaben für Hypothekenkredite vorausgegangen. Der Housing Act von 1969 erlaubte der FHA erstmals Mobilheime bis zu einem Wert von 10.000 Dollar und einer Laufzeit von bis zu zwölf Jahren zu versichern.[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Belege[Bearbeiten]

  1. Donald Sullivan, Housing in the 1970’s, in: Gertrude Sipperly Fish (Hg.), The Story of Housing, New York, 1979, S. 382-398, hier S. 387.

Literatur[Bearbeiten]

  • Margaret J. Drury, Mobile Homes, New York 1972.
  • Donald Sullivan, Housing in the 1970's, in: Gertrude Sipperly Fish (Hg.), The Story of Housing, New York, 1979, S. 382-398.