Monte Isola

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Dieser Artikel beschreibt die Insel. Für die Gemeinde auf der Insel siehe Monte Isola (Lombardei).
Monte Isola
Monte Isola (vom Westufer des Iseosees)
Monte Isola (vom Westufer des Iseosees)
Gewässer Iseosee
Geographische Lage 45° 43′ 0″ N, 10° 5′ 0″ OKoordinaten: 45° 43′ 0″ N, 10° 5′ 0″ O
Monte Isola (Italien Nord)
Monte Isola
Länge 3,2 km
Breite 2 km
Fläche 4,5 km²
Höchste Erhebung 600 m s.l.m.
Einwohner 1811 (2010)
402 Einw./km²
Hauptort Siviano
Lage der Insel
Lage der Insel

Monte Isola (italienisch monte ‚Berg‘; isola ‚Insel‘) ist die größte Insel in einem südeuropäischen See. Sie hat etwa 9 km Umfang und ragt mehr als 400 Meter über die Wasseroberfläche des Iseosees in der italienischen Region Lombardei hinaus. Auf der Bergspitze liegt die Kirche Santuario della Madonna della Ceriola.

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1811 Einwohner (Volkszählung 2010) verteilen sich auf vier größere und fünf kleinere Dörfer, die von der Gemeinde Monte Isola verwaltet werden und die auch die beiden kleinen Nebeninseln Isola di Loreto (im Norden) und Isola di San Paolo (im Süden) umfasst. Andere Quellen listen drei weitere Dörfer auf,[1] für die jedoch keine separaten Volkszählungsergebnisse verfügbar sind. Größtes Dorf ist Siviano mit 425 Einwohnern (2001).[2]

Der Verwaltungssitz der Gemeinde Monte Isola ist Siviano im Norden der Insel, etwa 77 Meter über dem Seespiegel gelegen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Insel gibt es eine Buslinie, die Bewohner dürfen Mopeds und Motorroller nutzen. Autos und LKW sind nur in Ausnahmefällen zugelassen. Touristen dürfen die Insel nur unmotorisiert oder mit dem Linienbus erkunden.

Es bestehen durchgehend Fährverbindungen – tagsüber viertelstündlich – zwischen Peschiera Maraglio und Sulzano sowie zwischen Carzano und Sale Marasino. Diese werden auch die ganze Nacht über betrieben. Weiterhin fahren alle Linienschiffe Ziele auf der Insel an, sodass es auch in Sensole und Siviano tagsüber etwa stündlich Schiffsverbindungen gibt. Die Linienschiffe verkehren zwischen Iseo, Sulzano und den Inselorten während des ganzen Jahres von morgens früh bis spät in die Nacht.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am meisten Tourismus findet man in Peschiera Maraglio auf der Südostseite der Binneninsel. In Carzano auf der Ostseite der Insel ist noch eine alte Dorfstruktur mit engen Gassen und Wegen erhalten, die vorbildlich renoviert und gepflegt ist.

Alle fünf Jahre im September, das letzte Mal vom 14. bis 20. September 2015, wird in Carzano das Fest Santa Croce gefeiert. Der ganze Ort ist dann mit über 100.000 täuschend echten Papierblumen geschmückt. Das Fest geht auf das Mittelalter zurück, als in der ganzen Region (außer in Carzano) die Pest verbreitet war. Eine Zigeunerin brachte ihren kranken Sohn nach Carzano, und er wurde dort gesund gepflegt. Zum Dank stiftete die Zigeunerin ein Blumenmeer. Das Fest gehört zu den Attraktionen Norditaliens und wird, vor allem am Wochenende, von unzähligen Menschen besucht.

Im Juni 2016 eröffnete der Künstler Christo sein Kunstwerk The Floating Piers. Mit dieser Installation war es möglich, von Sulzano aus die Insel in der Höhe von Peschiera Maraglio zu Fuß über 16 Meter breite, im Wasser schwimmende Stege zu erreichen.[3] Das Kunstwerk war nur temporär bis zum 3. Juli 2016 begehbar und wurde dann wieder abgebaut und recycelt.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. PDF bei www.laketolake.it
  2. Volkszählung 2001
  3. Jan-Christoph Kitzler: Christo geht übers Wasser. In: tagesschau.de. 17. Juni, abgerufen am 18. Juni 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Monte Isola – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien