more (Kommandozeilenbefehl)

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more in einem X-Terminal – links unten der hervorgehobene Bereich „--Mehr--“.

more (engl. ‚mehr‘) ist ein Befehl auf der Kommandozeile zum Betrachten großer Datenmengen. more gibt den Text seitenweise auf der Kommandozeile aus, wobei die Ausgabe weiterer Seiten vom Benutzer durch Tastendruck ausgeführt wird.

POSIX[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Syntax von more gleicht vielen anderen Kommandozeilen-Programmen:

more [Schalter] <Dateiname>

DOS/Windows[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Grundsyntax ist:

<command> | more [Schalter]
more [Schalter] < <Datei>
more [Schalter] <Datei(en)>

Um die Datei brief.txt auf der Konsole darzustellen, kann der Anwender einer der folgenden Befehle einsetzen:

more < brief.txt
type brief.txt | more 

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Befehl more wurde ursprünglich 1978 von Daniel Halbert geschrieben, damals Student an der Universität von Kalifornien in Berkeley. Inspiriert wurde Halbert nach eigener Aussage durch eine Meldung des PDP-10-Betriebssystems ITS, das bei mehrseitigen Ausgaben jeweils mit dem Text „--MORE--“ auf eine Benutzereingabe zum Weiterblättern wartete.[1] Genau diesen Text „--MORE--“ gibt der Befehl more auch in aktuellen englischsprachigen Unix-Versionen und Linux-Versionen aus, wenn es auf eine Benutzereingabe zum Weiterblättern wartet. In deutschen Betriebssystemversionen wird stattdessen „--mehr--“ ausgegeben.

more wurde anschließend von Eric Shienbrood und Geoff Peck stark weiterentwickelt und um zusätzliche Kommandozeilenoptionen sowie Reaktionen auf Tastatureingaben erweitert. 1979 wurde es in die Berkeley Software Distribution 3.0 aufgenommen und ist seitdem ein Standardprogramm in allen Unix-Systemen geworden. Eine Nachahmung von more wurde auch in MS-DOS aufgenommen.

Das Programm less wurde von more inspiriert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Daniel Halbert: The Early History of the more Command. In: www.halwitz.org. 4. März 1994, abgerufen am 28. Juni 2007.