MuseScore

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MuseScore
MuseScore Logo
MuseScore 2.0 unter Linux
MuseScore 2.0
Basisdaten
Maintainer Werner Schweer, Nicolas Froment, Thomas Bonte und andere.
Entwickler Werner Schweer
Aktuelle Version 2.0.3[1]
(4. April 2016)
Betriebssystem Microsoft Windows, Linux, Mac[2]
Programmier­sprache C++, Qt
Kategorie Notensatzprogramm
Lizenz GNU General Public License
Deutschsprachig ja
musescore.org

MuseScore ist ein Notensatzprogramm mit einem WYSIWYG-Editor, das die Wiedergabe der eingegebenen Noten sowie den Import und Export in zahlreiche Dateiformate gestattet. Das Programm läuft unter Linux, Windows und Mac; für Windows gibt es eine portable Version, die ohne Installation etwa von einem USB-Massenspeicher gestartet werden kann.[3]

Die Benutzeroberfläche sowie die Eingabemöglichkeiten der Noten ähneln bekannten kostenpflichtigen Notensatzprogrammen wie Finale oder Sibelius. MuseScore ist jedoch Open Source und unter einer GNU General Public License lizenziert.[4]

Funktionsumfang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittels MuseScore können viele gängige Aufgaben westlicher Musiknotation bewerkstelligt werden. So sind auch Perkussions-Notation und das Ausdrucken der geschriebenen Noten möglich. Mit LilyPond ist MuseScore derzeit die einzige freie Notensoftware; es ist auf allen gängigen Betriebssystemen lauffähig. Dies ist auch deshalb möglich, weil das Programm Qt nutzt, eine Bibliothek, die plattformübergreifende Programmierung auch mit systemeigenem Code erlaubt.

MuseScore beherrscht den Im- und Export zahlreicher Musikdateiformate, darunter MIDI und MusicXML. Außerdem können Dateien kommerzieller Musikprogramme wie Band-in-a-Box und teilweise auch Capella importiert werden. MuseScore kann gesetzte Noten ohne externes Plug-in als PDF-, SVG- oder PNG-Datei ausgeben.

Das Programm unterstützt SoundFont-Dateien und kann daher die notierten Töne wiedergeben.

MuseScore ist außerdem über das als MuseScore Connect bezeichnete Widget-Modul an die Online-Plattform musescore.com angebunden, womit Noten im Web veröffentlicht, gesucht und heruntergeladen werden können.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die offizielle Entwicklung zu MuseScore begann 2002. MusE, ein MIDI-Sequenzer für Linux, basierte zu diesem Zeitpunkt auf einer als Fork entstandenen Codebasis zur Anzeige und Bearbeitung von Noten. Dessen Autor und Programmierer Werner Schweer entschied sich damals dazu, MusEs Notensatzfähigkeiten herauszulösen und als eigenständige Lösung zu veröffentlichen.[5] Seither wird MuseScore konstant weiterentwickelt und konnte alsbald zur kostenlosen Nutzung heruntergeladen werden, obwohl der offizielle Releasekandidat noch lange nicht erreicht war. Die Webpräsenz MuseScore.org wurde im Jahr 2008 erstellt, und das Programm wurde von Beginn an bis zu 15.000 Mal pro Monat heruntergeladen. Version 0.9.5 war bereits weitestgehend stabil und wurde im August 2009 freigegeben. Die offizielle Veröffentlichung von MuseScore 1.0 erfolgte im Februar 2012. Bis 2013 wurde das Programm insgesamt mehr als drei Millionen Mal heruntergeladen.

MuseScore 2.0.1 wurde am 5. Mai 2015 veröffentlicht und steht auf der Seite des MuseScore-Entwicklerteams zum Download bereit. Zu den Neuerungen zählen eine neue und modernere Benutzeroberfläche, Verbesserungen der Barrierefreiheit und Benutzerfreundlichkeit, der MIDI-Wiedergabe von Noten sowie neue Import- und Exportfunktionen.

Versionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Version Veröffentlichung Anmerkungen
0.9.5 August 2009 Erster großer Meilenstein vor der Fertigstellung, Mac-OS-X-Unterstützung
1.0 Februar 2011 Offizieller Releasekandidat
1.1 Juli 2011 Verbesserte Leadsheet-Funktion
1.2 März 2012 Verbesserte MusicXML-Unterstützung, Nutzung von Sonderzeichen ermöglicht, über 100 Fehlerkorrekturen
1.3 Februar 2013 Stabilitätsaktualisierung mit zahlreichen Fehlerkorrekturen
2.0 März 2015 Überarbeitete Benutzeroberfläche und Notationen, verbesserte Benutzerfreundlichkeit, Wiedergabe und Barrierefreiheit, neue Import- und Exportfunktionen[6]
2.0.1 Mai 2015 Hauptsächlich Fehlerkorrekturen[7]
2.0.2 Juli 2015 verbesserte Stabilität, Korrektur von mehr als 100 Fehlern, einige neue Funktionen (hauptsächlich verbesserte Benutzerfreundlichkeit)[8]
2.0.3 April 2016

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: MuseScore – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. MuseScore 2.0.3 ist freigegeben. Abgerufen am 7. April 2016.
  2. Download. Abgerufen am 7. April 2016.
  3. MuseScore Portable. Abgerufen am 25. April 2015 (englisch).
  4. MuseScore/LICENSE.GPL at master · musescore/MuseScore · GitHub. Abgerufen am 24. März 2015.
  5. Dave Phillips: At the Sounding Edge. Music Notation Software, the Final Installment. in: Linux Journal. Houston Tex, 6. April 2006. ISSN 1075-3583
  6. Release notes for MuseScore 2.0. Abgerufen am 24. März 2015.
  7. Release notes for MuseScore 2.0.1. Abgerufen am 7. Mai 2015.
  8. Release notes for MuseScore 2.0.2. Abgerufen am 21. Dezember 2015.