MuseScore

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MuseScore

MuseScore Logo
MuseScore 2.0 unter Linux
MuseScore
Basisdaten

Maintainer Werner Schweer, Nicolas Froment, Thomas Bonte und andere
Entwickler Werner Schweer
Erscheinungsjahr 2. September 2002[1]
Aktuelle Version 3.2.3[2]
(8. Juli 2019)
Betriebssystem Microsoft Windows, Linux, macOS[3]
Programmiersprache C++, Qt
Kategorie Notensatzprogramm
Lizenz GNU General Public License
deutschsprachig ja
musescore.org
Dateien MuseScore

MuseScore ist ein Notensatzprogramm mit einem WYSIWYG-Editor, das die Wiedergabe der eingegebenen Noten sowie den Import und Export in zahlreiche Dateiformate gestattet. Das Programm läuft unter Linux, Windows und macOS; für Windows gibt es eine portable Version, die ohne Installation, etwa von einem USB-Massenspeicher, gestartet werden kann.[4]

Die Benutzeroberfläche sowie die Eingabemöglichkeiten der Noten ähneln bekannten kostenpflichtigen Notensatzprogrammen wie Finale oder Sibelius. MuseScore ist jedoch Open Source und unter einer GNU General Public License lizenziert.[5]

Funktionsumfang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittels MuseScore können viele gängige Aufgaben westlicher Musiknotation bewerkstelligt werden. So sind auch Perkussions-Notation und das Ausdrucken der geschriebenen Noten möglich. Mit dem Notensatzprogramm LilyPond und dem Editor Frescobaldi ist MuseScore derzeit die einzige freie Notensoftware; es ist auf allen gängigen Betriebssystemen lauffähig. Dies ist auch deshalb möglich, weil das Programm Qt nutzt, eine Bibliothek, die plattformübergreifende Programmierung auch mit systemeigenem Code erlaubt.

MuseScore beherrscht den Im- und Export zahlreicher Musikdateiformate, darunter MIDI und MusicXML. Außerdem können Dateien kommerzieller Musikprogramme wie Band-in-a-Box und teilweise auch Capella importiert werden. MuseScore kann gesetzte Noten ohne externes Plug-in als PDF-, SVG- oder PNG-Datei ausgeben.

Das Programm unterstützt SoundFont-Dateien und kann daher die notierten Töne wiedergeben.

MuseScore ist über das als MuseScore Connect bezeichnete Widget-Modul an die Onlineplattform musescore.com angebunden, womit Noten im Web veröffentlicht, gesucht und heruntergeladen werden können.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die offizielle Entwicklung zu MuseScore begann 2002. MusE, ein MIDI-Sequenzer für Linux, basierte damals auf einer als Fork entstandenen Codebasis zur Anzeige und Bearbeitung von Noten. Der Autor und Programmierer Werner Schweer entschied sich damals dazu, MusEs Notensatzfähigkeiten herauszulösen und als eigenständige Lösung zu veröffentlichen.[6] Seither wird MuseScore konstant weiterentwickelt und konnte alsbald zur kostenlosen Nutzung heruntergeladen werden, obwohl der offizielle Releasekandidat noch lange nicht erreicht war. Die Webpräsenz MuseScore.org wurde im Jahr 2008 geschaffen, und das Programm wurde von Beginn an bis zu 15.000 Mal pro Monat heruntergeladen. Version 0.9.5 war bereits weitestgehend stabil und wurde im August 2009 freigegeben. Offiziell wurde MuseScore 1.0 im Februar 2012 veröffentlicht. Bis 2013 wurde es insgesamt mehr als drei Millionen Mal heruntergeladen.

MuseScore 2.0 wurde am 24. März 2015 veröffentlicht. Zu den Neuerungen zählten eine modernere Benutzeroberfläche, Verbesserungen der Barrierefreiheit, der Benutzerfreundlichkeit, der MIDI-Wiedergabe von Noten sowie neue Im- und Exportfunktionen. Zwei Jahre später, am 2. Mai 2017, wurde Version 2.1 veröffentlicht, das bereits einige Funktionen der Version 3 implementierte. Nachdem Version 2.2 und Version 2.3 veröffentlicht worden sind, erschien schließlich am 24. Dezember 2018 Version 3.0. Unter anderem eine Autoupdatefunktion und das automatische Ausrichten von Objekten wurden in dieser Version umgesetzt.

Ein Handbuch, das in mehreren Sprachversionen – darunter auch deutsch – vorliegt und kontinuierlich aktualisiert wird, ist als separate PDF-Datei verfügbar und kann von der MuseScore-Website heruntergeladen werden.

Versionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Version Veröffentlichung Anmerkungen
1.0 Februar 2011 Offizieller Releasekandidat[7]
1.1 Juli 2011 Verbesserte Leadsheet-Funktion[8]
1.2 März 2012 Verbesserte MusicXML-Unterstützung, Nutzung von Sonderzeichen nun möglich[9]
1.3 Februar 2013 hauptsächlich Fehlerkorrekturen; optische Verbesserungen für Mac OS X; für Windows steht erstmals ein msi-Installationspaket zur Verfügung[10]
2.0 März 2015 Überarbeitete Benutzeroberfläche und Notationen, neue Im- und Exportfunktionen, verbesserte Benutzerfreundlichkeit, Wiedergabe und Barrierefreiheit[11]
2.1 Mai 2017 Drei neue Eingabemethoden für Noten, Neugruppierung von Rhythmen, Swap mit Zwischenablage als neue Kopier-/Übertragungsmethode, Upload-Funktion (Save online) als private Sicherungskopie, neue Instrumente[12]
2.2 März 2018 MusicXML 3.1 Import/Export, drei neue Sprachen, neue MuseScore_General.sf3 Soundfont, der zu MuseScore_General umbenannt wurde. Musescore kann nun direkt mit MIDI-Geräten oder virtuellen Instrumenten kommunizieren; JACK MIDI ist nicht mehr erforderlich. Abgesehen von seltenen Ausnahmen ist Musescore 2.2 in beide Richtungen voll kompatibel zur 2.x-Serie; Details finden sich in den Releasenotes.[13]
2.3 Juni 2018 Wesentliche Verbesserungen für Schlagzeuginstrumente; verbesserte Wiedergabe (MIDI, SFZ); eine erste MuseScore-Erweiterung ist nun verfügbar (MuseScore Drumline); mehr als 40 Fehlerkorrekturen und kleinere Verbesserungen; Aktualisierung der Sprachdateien; Details finden sich in den Releasenotes.[14]
3.0 Dezember 2018 Automatic Placement, Autoupdate[15]
3.1 Mai 2019 Einzelnoten-Dynamiken, Verbesserungen für Griffbrett-Diagramme und an der Programm-Oberfläche, diverse Fehlerkorrekturen[16]
3.2 Juni 2019 [17]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: MuseScore – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. web.archive.org.
  2. MuseScore 3.2.3 Release (July 8, 2019). Abgerufen am 2. Juli 2019.
  3. Download. Abgerufen am 30. Juni 2019.
  4. MuseScore Portable. Abgerufen am 25. April 2015 (englisch).
  5. MuseScore/LICENSE.GPL at master · musescore/MuseScore · GitHub. Abgerufen am 24. März 2015.
  6. Dave Phillips: At the Sounding Edge. Music Notation Software, the Final Installment. in: Linux Journal. Houston Tex, 6. April 2006. ISSN 1075-3583 (englisch).
  7. Release notes for MuseScore 1.0. In: musescore.org. 4. Februar 2011, abgerufen am 25. April 2019 (englisch).
  8. Release notes for MuseScore 1.1. In: musescore.org. 27. Juli 2011, abgerufen am 25. April 2019 (englisch).
  9. Release notes for MuseScore 1.2. In: musescore.org. 14. März 2012, abgerufen am 25. April 2019 (englisch).
  10. Release notes for MuseScore 1.3. In: musescore.org. 28. Februar 2013, abgerufen am 25. April 2019 (englisch).
  11. Release notes for MuseScore 2.0. In: musescore.org. 23. März 2015, abgerufen am 25. April 2019 (englisch).
  12. Release notes for MuseScore 2.1. In: musescore.org. 2. Mai 2017, abgerufen am 25. April 2019 (englisch).
  13. Release notes for MuseScore 2.2. In: musescore.org. 27. März 2018, abgerufen am 25. April 2019 (englisch).
  14. Release notes for MuseScore 2.3. In: musescore.org. 29. Juni 2018, abgerufen am 25. April 2019 (englisch).
  15. Release notes for MuseScore 3 (December 24, 2018). In: musescore.org. 24. Dezember 2018, abgerufen am 25. April 2019 (englisch).
  16. Release notes for MuseScore 3.1 (May 28, 2019). In: musescore.org. 28. Mai 2019, abgerufen am 2. Juli 2019 (englisch).
  17. Release notes for MuseScore 3.2 (June 25, 2019). In: musescore.org. 25. Juni 2019, abgerufen am 2. Juli 2019 (englisch).