Muthmannshofen

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Muthmannshofen
Markt Altusried
Wappen von Muthmannshofen
Koordinaten: 47° 47′ 36″ N, 10° 5′ 55″ O
Höhe: 735 m ü. NN
Einwohner: 375 (31. Jan. 2012)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 87452
Vorwahl: 08373
Muthmannshofen von Westen

Muthmannshofen ist ein Gemeindeteil des Marktes Altusried im bayerisch-schwäbischen Landkreis Oberallgäu.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Pfarrdorf liegt im Allgäu, umgeben von Feldern und Wiesen, etwa 9 km westlich von Altusried an der Kreisstraße OA 16. Die Stadt Kempten ist 18 km, die Landesgrenze zu Baden-Württemberg 500 m entfernt. Der Fuchshaldenbach fließt durch den Ort.

In der Gemarkung Muthmannshofen liegen folgende Gemeindeteile von Altusried: Geba, Hettisried, Hohentann, Lendraß, Oberegg, Schwenden, Unteregg und Wendelins.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für das Jahr 1166 ist ein Ort namens Mutwigishofen genannt, was damit auch die erste Erwähnung von Muthmannshofen ist. Der Edelfreie Bertholdus de Muthmannshofen trat 1169 im Gefolge der Grafen von Veringen als Zeuge auf.[3] Um 1200 wurde die Pfarrkirche aus dem Dorf auf die hohe Position eines Burgstalls der früheren Herrscher von Muthmannshofen verlegt. Nach dem Liber Taxationis (Einkünfte von Kirchen und Benefizien des Bistums Konstanz) gab es im Jahr 1350 in der Pfarrei Muthmannshofen 16 Wohnungen. Im Jahr 1503 richtete das Fürststift Kempten in der im Vorjahr übernommenen Herrschaft Hohenthann drei Dorfgerichte ein, unter anderem gehörte dazu auch Muthmannshofen.

1710 wurde die Kirche St. Mauritius umgebaut. 1711 wurde der Ort vereinödet. 1890 wurde der Kirchturm erhöht und von 1907 bis 1913 das Kirchenschiff verlängert. 1952 wurde der Kircheninnenraum restauriert.

Im Jahr 1972 schloss sich die bis dahin selbstständige Gemeinde Muthmannshofen im Zuge der Gebietsreform dem Markt Altusried an.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorfgemeinschaftshaus wurde im Jahr 2012 in Eigenleistung der Bürger umgebaut und bietet Räumlichkeiten für Vereine und Feiern. Außerdem gibt es eine Turn- und Festhalle.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kreisstraße OA 16 verbindet Muthmannshofen mit dem Umland.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistischer Jahresbericht für das Jahr 2012
  2. BayernAtlas der Bayerischen Staatsregierung (Hinweise)
  3. Günther Bradler: Studien zur Geschichte der Ministerialität im Allgäu und in Oberschwaben. Göppingen 1973. S. 251f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Muthmannshofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien