My Bloody Valentine

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Dieser Artikel erläutert die irisch/englische Rockband. Eine Beschreibung des kanadischen Horrorthrillers aus dem Jahr 1981 findet sich unter Blutiger Valentinstag; für das Remake aus dem Jahr 2009 siehe My Bloody Valentine 3D.
My Bloody Valentine
My Bloody Valentine (2013)
My Bloody Valentine (2013)
Allgemeine Informationen
Genre(s) Shoegazing
Gründung 1983
Gründungsmitglieder
Kevin Shields
Colm Ó Cíosóig
Gesang
Dave Conway (bis 1987)
Tina (bis 1985)
Aktuelle Besetzung
Kevin Shields
Gesang, Gitarre
Bilinda Butcher (ab 1987)
Debbie Googe (ab 1985)
Colm Ó Cíosóig
Kevin Shields

My Bloody Valentine ist eine 1983 in Dublin gegründete irisch/englische Rockband. Zusammen mit Bands wie Lush, Slowdive, Curve und Ride prägten sie ein Genre, welches in der englischen Musikpresse als Shoegazing bezeichnet wurde.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Urmitglieder von My Bloody Valentine waren Gitarrist und Sänger Kevin Shields und Schlagzeuger Colm Ó Cíosóig, die sich seit ihrer Kindheit in den 70er Jahren kannten und bereits in verschiedenen Bands in Dublin zusammen gespielt hatten. Zusammen mit Dave Conway wurde schließlich 1983 My Bloody Valentine gegründet; ihren Namen entnahmen sie dem Titel eines kanadischen Horrorfilms. Nach einer Tour durch die Niederlande und Deutschland nahmen sie 1985 in Berlin ihre Debüt-EP This Is Your Bloody Valentine auf.

Nach ihrem Umzug nach London und einigen personellen Wechseln stabilisierte sich 1987 die Besetzung der Band, die nun aus Shields, Ó Cíosóig, der Gitarristin und Sängerin Bilinda Butcher und der Bassistin Debbie Googe bestand. In dieser Zeit produzierten sie einige EPs; ihren Durchbruch erreichten My Bloody Valentine aber 1988 mit der You Made Me Realise EP, veröffentlicht bei Creation Records, und den nachfolgenden EPs und Alben.

Nachdem 1991 die für ein Independentlabel kostenaufwändige Produktion von Loveless Creation Records in finanzielle Probleme gebracht hatte, wechselten My Bloody Valentine zu Island Records. Nachdem die Band ca. £ 500.000 von Island Records für ein Studio und Aufnahmen ausgegeben hatten, ohne dass verwertbare Ergebnisse produziert worden waren, beendete die Plattenfirma den Vertrag, ohne dass es zu einer Veröffentlichung gekommen war. Danach zerfiel die Band.

Während der Inaktivität von My Bloody Valentine arbeitete Kevin Shields mit Experimental Audio Research, Curve und Primal Scream sowie vereinzelt als Produzent und Remixer. Colm Ó Cíosóig nahm ein Album mit Hope Sandoval von Mazzy Star auf. 2003 wurde Sometimes aus dem Loveless Album in Sofia Coppolas Film Lost in Translation zusammen mit vier neuen Titeln von Kevin Shields verwendet. Im Jahre 2004 gab es Gerüchte über eine Reunion, die sich jedoch erst einmal nicht bestätigten. Aber 2007 wurden mehrere Konzerttermine für Großbritannien bekannt gegeben, von denen die Hälfte sofort ausverkauft war. Auch 2008 und 2009 gab die Band eine Reihe von Konzerten, unter anderem trat sie auf dem Roskilde Festival in Dänemark und am Benicassim in Barcelona auf.

Seit dem 27. Januar 2013 befinden sich My Bloody Valentine erneut auf einer Konzerttournee. Nach 22 Jahren veröffentlichte die Band Anfang Februar 2013 ihr drittes Album mbv.

Stil[Bearbeiten]

Ihr Stil, eine Mischung aus vielschichtigen Gitarrenspuren, in den Hintergrund gemischtem Gesang und den Einsatz von Gitarren-Rückkopplungen als Stilmittel, machte My Bloody Valentine richtungsweisend für die britische Independent-Musikszene Anfang der 1990er-Jahre. Die englische Musikpresse prägte für diese Art der Musik später den Begriff Shoegazing. Als Einflüsse gab die Band The Velvet Underground, Sonic Youth, Cocteau Twins, Wire und The Jesus and Mary Chain an; Kevin Shields nannte auch The Beach Boys als einen persönlichen Einfluss.

Kevin Shields elaborierter und energiereicher Feedback-Gitarrensound wirkte zu Beginn der 1990er-Jahre prägend auf amerikanische Bands aus dem Grunge-Umfeld wie die Smashing Pumpkins oder Dinosaur Jr..

Diskografie[Bearbeiten]

Singles, EPs und Minialben[Bearbeiten]

  • 1985: This Is Your Bloody Valentine
  • 1985: Geek
  • 1986: The New Record By My Bloody Valentine
  • 1987: Sunny Sundae Smile
  • 1987: Strawberry Wine
  • 1987: Ecstasy
  • 1988: You Made Me Realise
  • 1988: Feed Me With Your Kiss
  • 1988: Instrumental (nur erhältlich mit den ersten 5000 Exemplaren der LP "Isn't Anything")
  • 1990: Glider
  • 1991: Tremolo
  • 1991: When You Sleep
  • 1992: Les Inkoruptibles
  • 1994: We Have All The Time In The World
  • 1996: Map Ref. 41N. 93W.
  • 2008: Edun (Mit Thom Yorke)

Alben[Bearbeiten]

Kompilationen[Bearbeiten]

  • 1989: Ecstasy And Wine

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: My Bloody Valentine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien