Mychajlo Semenko

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kyrillisch (Ukrainisch)
Миха́йло Васи́льович Семе́нко
Transl.: Mychajlo Vasyl'ovyč Semenko
Transkr.: Mychajlo Wassylowytsch Semenko
Kyrillisch (Russisch)
Михаил Васильевич Семенко
Transl.: Michail Vasil'evič Semenko
Transkr.: Michail Wassiljewitsch Semenko
Mychajlo Semenko

Mychajlo Wassylowytsch Semenko (* 19. Dezemberjul./ 31. Dezember 1892greg. in Kybynzi, Gouvernement Poltawa, Russisches Kaiserreich; † 23. Oktober 1937 in Kiew, Ukrainische SSR) war ein ukrainischer Schriftsteller und Exponent des ukrainischen Futurismus.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Semenko studierte zwischen 1911 und 1914 am neuropsychiatrischen Institut in Sankt Petersburg. Seine Erstveröffentlichung war die Gedichtsammlung Prelude im Jahr 1913. 1914 ging er nach Kiew, begab sich jedoch nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges nach Wladiwostok, wo er zwischen 1916 und 1917 als Telegraph arbeitete und sich der Untergrundgruppe der SDAPR (b) anschloss. 1917 kehrte er nach Kiew zurück, wo er sich als ein Führer der Wiederbelebung und Entwicklung der nationalen ukrainischen Literatur betätigte.

Am 26. April 1937 wurde er, gemeinsam mit anderen ukrainischen Schriftstellern, vom NKWD verhaftet und „aktiver konterrevolutionärer Aktivitäten“ angeklagt. Am 23. Oktober 1937 verurteilte man ihn und am selben Tag wurde er in einem Kiewer Gefängnis erschossen[1] und daraufhin in einem Massengrab im Wald Bykiwnja verscharrt.[2]

Mitte der 1960er Jahre wurde Semenko rehabilitiert.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mychajlo Semenko – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Biografie Mychajlo Semenko auf Poetryclub; abgerufen am 5. November 2016 (englisch)
  2. Biografischer Artikel zu Mychajlo Semenko "Semenko, vom Futurismus zum Terrorismus" in Literaturakzent vom 27. Dezember 2012; abgerufen am 5. November 2016 (ukrainisch)
  3. Artikel zu Semenko, Mykhailo in der Encyclopedia of Ukraine; abgerufen am 5. November 2016 (englisch)