Năsăud

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Năsăud
Nussdorf
Naszód
Wappen von Năsăud
Năsăud (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Bistrița-Năsăud
Koordinaten: 47° 17′ N, 24° 24′ OKoordinaten: 47° 17′ 14″ N, 24° 24′ 10″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 331 m
Fläche: 43,25 km²
Einwohner: 9.587 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 222 Einwohner je km²
Postleitzahl: 425200
Telefonvorwahl: (+40) 02 63
Kfz-Kennzeichen: BN
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Stadt
Gliederung: Năsăud, Liviu Rebreanu, Lușca
Bürgermeister: Nicolae-Mircea Romocea (PSD)
Postanschrift: Piața Unirii, nr. 15
loc. Năsăud, jud. Bistrița-Năsăud, RO–425200
Website:

Năsăud (deutsch Nussdorf, Nussendorf; ungarisch Naszód) ist eine Stadt im Kreis Bistrița-Năsăud in Rumänien.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeisteramt und Rathaus

Năsăud liegt im Norden Siebenbürgens am Fluss Großer Somesch, etwa 20 km nördlich der Kreishauptstadt Bistrița (Bistritz).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Năsăud stammt wahrscheinlich vom slawischen „nas voda“, im Sinne von „in der Nähe des Wassers“. Eine weitere Bezeichnung ist Nußdorf („Walnussbaum-Dorf“), der siebenbürgisch-sächsische Name der Stadt im Mittelalter.

Năsăud war eine habsburgische Grenzstadt.

In Năsăud war ab dem 20. Jahrhundert eine industriell geprägte Stadt, sowohl während der kommunistischen Zeit als auch nach der Revolution 1989.

In Năsăud stehen noch einige Gebäude aus dem späten 18. und frühen 19. Jahrhundert. Bemerkenswert sind in diesem Zusammenhang die Griechisch-Katholische Kirche und das ehemalige militärische Hauptquartier der Habsburger Ära, jetzt ein Museum.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde leben nahezu ausschließlich Rumänen. Bei der Volkszählung von 2002 bekannten sich von den damals 10.582 Einwohnern 10.088 zur rumänischen, 100 zur ungarischen, 12 zur deutschen, 3 zur ukrainischen, 2 zur russischen, 1 zur türkischen und 2 zu diversen Nationalitäten. 374 bezeichneten sich als Zigeuner.[2]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Năsăud verlaufen die Nationalstraßen Drum național 17C zur Stadt Bistrița und Drum național 17D, die dem Fluss Someșul Mare aufwärts folgt. Hier verläuft die Bahnstrecke Beclean pe Someș–Rodna Veche.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Museum Grăniceresc Năsăudean, eröffnet 1931, befindet es sich in einem Gebäude, welches zum historischen Denkmal erklärt wurde (früher Sitz des „Grenzregiment 2“)
  • Gedenkmuseum für Liviu Rebreanu
  • Gedenkhaus für George Coșbuc
  • Statue "Lupa Capitolina", Symbol des rumänischen Volkes, gestiftet von Dr. George Traian Dascăl und seiner Frau Nadia
  • Heldendenkmal für die rumänischen Gefallen des Ersten Weltkriegs. Das Denkmal ist 2,50 m hoch.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geboren in Năsăud[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Stadt verbunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grigore Silași (1836–1897), hier gestorben, war Sprachwissenschaftler, Universitätsprofessor,[6] und 1877 Ehrenmitglied der Rumänischen Akademie.[7]
  • Virgil Șotropa (1867–1954), hier gestorben, war Philologe und Professor und 1943 Ehrenmitglied der Rumänischen Akademie.[8]
  • Miron Cristea (1868–1939), hier Gymnasium, war erster Patriarch der rumänisch-orthodoxen Kirche, 1919 Ehrenmitglied der Rumänischen Akademie[9]
  • Nicolae Bălan (1882–1955), geboren in Blăjenii de Sus, war Metropolit von Siebenbürgen[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Năsăud – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. Volkszählungen in Siebenbürgen 1850-2002
  3. Angaben zu Veronica Micle bei neamt.ro (rumänisch)
  4. Angaben zu Iuliu Moisil bei Academia Română abgerufen am 17. Februar 2017 (rumänisch)
  5. Angaben zu Constantin Moisil bei Academia Română abgerufen am 17. Februar 2017 (rumänisch)
  6. Szilasi Gergely bei mek.oszk.hu abgerufen am 17. Februar 2017 (ungarisch)
  7. Angaben zu Grigore Silași bei Academia Română abgerufen am 17. Februar 2017 (rumänisch)
  8. Angaben zu Virgil Șotropa bei Academia Română abgerufen am 17. Februar 2017 (rumänisch)
  9. Angaben zu Miron Cristea bei Academia Română abgerufen am 17. Februar 2017 (rumänisch)
  10. Nicolae Bălan bei crestinortodox.ro abgerufen am 17. Februar 2017 (rumänisch)