Nat Pendleton

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Nathaniel „Nat“ Greene Pendleton (* 9. August 1895 in Davenport, Iowa; † 11. Oktober 1967 in San Diego) war ein US-amerikanischer Ringer sowie Schauspieler. Er gewann die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 1920 in Antwerpen im freien Stil im Schwergewicht, nach Ende seiner Sportlerkarriere wurde er erfolgreicher Nebendarsteller in über 100 Hollywood-Filmen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nat Pendleton war der Sohn eines Farmers aus Iowa. Kurz nach seiner Geburt zog seine Familie zunächst nach Cincinnati, Ohio und wenig später nach New York City. In New York begann Nat mit dem Ringen. Dank seiner Figur wurde er bald ein guter Schwergewichtler, der den freien Stil bevorzugte.

In New York besuchte Nat die Columbia University und wurde Mitglied des New York Athletic Club. 1914 und 1915 gewann er die Meisterschaft der an der amerikanischen Ostküste liegenden Staaten (Eastern Championships) und wurde 1916 USA-Meister der Amateur Athleten Union (AAU) im freien Stil im Schwergewicht.

Im Jahre 1920 nahm er an den Olympischen Spielen in Antwerpen teil. Er startete zuerst in dem für ihn ungewohnten griechisch-römischen Stil im Halbschwergewicht und schied nach einer Niederlage gegen den Dänen Johannes Erikssen nach der 1. Runde aus. Im freien Stil trat er im Schwergewicht an. Er besiegte den Finnen Sven Mattsson nach Punkten und schulterte im nächsten Kampf den Schweden Ernst Nilsson. Im Endkampf um die Goldmedaille unterlag er dann dem Schweizer Schwingerkönig Robert Roth umstritten nach Punkten und gewann die Silbermedaille. Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten wurde Nat Pendleton Profi-Wrestler. Er übte diesen Sport sieben Jahre lang aus.

1924 begann er in Hollywood auch eine Filmkarriere. Nachdem seine frühen Rollen meist kleiner Natur waren, konnte sich Pendleton Anfang der 1930er-Jahre mit Auftritten wie im Marx-Brothers-Film Blühender Blödsinn – wo er als Football-Spieler die berühmten Komiker kidnappt – als Nebendarsteller etablieren. Meist verkörperte Pendleton betont maskuline und muskulöse Rollen als Gangster, Handlanger oder Polizist, wobei das geistige Fassungsvermögen vieler seiner Figuren eher beschränkt war. Im Jahre 1936 verkörperte er in der oscarprämierten Filmbiografie Der große Ziegfeld den berühmten Kraftathleten und Bodybuilder Eugen Sandow. Weitere Auftritte hatte er unter anderem in der Kriminalkomödie Der dünne Mann (1934) mit William Powell sowie in Drunter und drüber (1939) neben James Stewart und Claudette Colbert. In den 1940er-Jahren spielte er den Krankenwagenfahrer Joe Wayman in der Dr.-Kildare-Filmreihe. 1947 zog sich Nat Pendleton nach über 110 Filmen aus Hollywood zurück.

Internationale Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1920: 12. Platz, Olympische Spiele in Antwerpen, Ringen, griechisch-römischer Stil, Halbschwergewicht (bis 82,5 kg Körpergewicht), nach einer Niederlage gegen Johannes Eriksson, Dänemark;
  • 1920: Silbermedaille, Olympische Spiele in Antwerpen, Ringen, freier Stil, Schwergewicht (über 82,5 kg Körpergewicht), mit Siegen über Sven Mattsson, Finnland und Ernst Nilsson, Schweden und einer Niederlage gegen Robert Roth, Schweiz

Filmographie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Documentation of International Wrestling Championships der FILA, 1976,
  • Website der Ivy League,
  • Website SLAM Sports – Wrestling

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]